52. ADAC Ravenol 24h Nürburgring inkl. ADAC 24h-Classic Scherer Audi gewinnt kürzesten „Eifel-Marathon“ der langen 24h-Geschichte

Duisburg · Aus Duisburger Sicht waren Lance David Arnold, Max Kruse Racing sowie Peter Posavac am Start. Dazu kam der Einsatz von Rüddel Racing bei den 24h-Classic

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24h Rennen Nürburgring

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Foto: Hermann van Plüren

Ein Novum und ein neuer Rekordsieger: Scherer PHX gewinnt den wohl außergewöhnlichsten und auf jeden Fall kürzesten Eifel-Marathon in der langen Geschichte der ADAC RAVENOL 24h Nürburgring und schließt mit dem siebten Gesamtsieg zum Meuspather Nachbarn und Rekordgewinner Manthey auf. Ricardo Feller steuerte den #16 Scherer-Audi R8 LMS GT3 evo2 am Sonntagnachmittag um 15.05 Uhr und damit erstmals vor Ablauf von 24 Stunden über die Ziellinie - und das ebenfalls zum ersten Mal wegen Nebels auch neutralisiert und in langsamer Fahrt. Zusammen mit Feller jubelten Dennis Marschall, der wie der Schweizer seinen ersten 24h-Sieg feierte, sowie die beiden Audi-“Urgesteine“ Frank Stippler und Christopher Mies, die vor 240.000 Zuschauern (Gesamt-Wochenende) jeweils ihren dritten Triumph in der Eifel feierten. Die weiteren Plätze auf dem Podium gingen an den Manthey-Porsche 911 GT3 R (992) #911 mit Laurens Vanthoor, Thomas Preining, Kevin Estre und Ayhancan Güven sowie den RMG-BMW M4 GT3 #72 mit Daniel Harper, Max Hesse und Charles Weerts.

Lance David Arnold
Glickenhaus ist zurück auf der Nürburgring-Nordschleife - diese Nachricht sorgte zu Saisonbeginn bei vielen Motorsportfans für große Freude. Nach einem Jahr Pause kehrte die Scuderia Cameron Glickenhaus mit dem SCG004c zum 24-Stunden-Rennen auf den Nürburgring zurück - allerdings in hellblauer Farbe. In diesem Jahr erhielt Lance David Arnold die Einladung von Teamchef und -besitzer James Glickenhaus, für Glickenhaus Racing LLC zu starten und den SCG 004c #706 zusammen mit Thomas Mutsch, Franck Mailleux und Come Ledogar über die Strecke zu jagen. Das Qualifying zeigte teilweise das Potential des Renners. Franck Mailleux fuhr im Glickenhaus-SCG #706 sensationell die zweitschnellste Zeit, wenn auch 2.533 Sekunden langsamer als die Bestzeit von Hesse. Am Top-Qualifying konnte Glickenhaus allerdings nicht teilnehmen, weil der Motor gewechselt wurde. Das für das Rennen vorgesehene Aggregat wurde nach Vibrationen generalüberholt und kam nun wieder ins Auto. Startplatz 27 war das Ergebnis. Im Rennen gab es bereits früh technische Probleme, sodass man bei der nebelbedingten Unterbrechung des Rennens aussichtslos auf Rang 65 lag. Trotzdem war man bei Glickenhaus mit der Leistung des Fahrzeugs sehr zufrieden.

Max Kruse Racing Duisburg
Max Kruse Racing wollte sich in diesem Jahr des Golf GTI-Jubiläums voll auf die beiden VW Golf GTI konzentrieren. Beide Golf starten mit Test-Benzinkraftstoff E20 Gasoline - der Rennsport leistet so einen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen. Der von Max Kruse Racing eingesetzte Golf GTI Clubsport 24h #50 zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial im neuen Golf steckt. Denn auf der Basis des Serien-GTI wurde auch der Rennwagen entwickelt. Gebaut wurde dieser von Volkswagen Motorsport und ging 2021 nach dem Ende der Motorsport-Aktivitäten zunächst in den Bestand von Volkswagen Classic über. Der Prototyp wurde nun von Benny Leuchter, Rennfahrer und Team-Mitbesitzer von Max Kruse Racing, und seinem Team eigens für den Einsatz in der ''Grünen Hölle`` reaktiviert und weiter perfektioniert.

Der „Zebra“ genannte VW Golf 7 GTI TCR DSG mit der #10 wurde von Emir Asari, Matthias Wasel, Timo Hochwind und Benjamin Cartery gelenkt. Startplatz 71 nach dem Training. Das Aus für die #10 kam aber schon nach 13 Runden bei einem heftigen Unfall. Das Fahrzeug wurde so stark beschädigt, dass an ein Weiterfahren nicht zu denken war. Der zweite Golf GTI Clubsport 24h 50# in den VW-Jubiläumsfarben mit den Fahrern Benjamin Leuchter, Johan Kristoffersson, Heiko Hammel und Nicholas Otto belegte nach den Qualifyings Platz 51. Bis zum vorzeitigen Ende des Rennens konnte man sich bis auf Platz 43 nach vorne kämpfen. Damit holte man sich den Klassensieg in der AT3.

Als drittes Fahrzeug setzte MKR einen Porsche 911 GT3 Cup #127 mit den Fahrern Jan Jaap van Roon, Tom Coronel, Paul Meijer und Tiago Monteiro ein. Dieser Porsche wird auch in der NLS eingesetzt. Im Training auf Platz 40 konnte man im Rennen bis auf Platz 26 vorfahren.

Peter Posavac
In diesem Jahr war Peter Posavac aus Duisburg in einem Aston Martin Vantage AMR GT4 #269 für Dörr Motorsport unterwegs. Im Training landete das Fahrzeug auf Platz 62. Im Rennen lief es zu Beginn besser und man konnte Plätze gut machen. Nach ca. 1 1/2 Stunden kam es zu einem Unfall und die Hinterachse wurde beschädigt. Reparaturdauer ca. 45 Minuten. Ans Aufgeben dachte keiner und man machte sich daran, die durch den Unfall verlorene Zeit aufzuarbeiten. Bei Abbruch des Rennens nach 50 Rennrunden lag man bereits auf Platz 65. Unter diesen Umständen waren Team und Fahrer mit dem Ergebnis zufrieden.

24h Classic - Rüddel Racing
Rüddel Motorsport war genau wie in den Vorjahren mit dem sehr starken Ford Escort MK1 #601 angereist. Neben Heinz Schmersal und Mike Stursberg, die in der Regel gemeinsam auf dem Fahrzeug gemeldet sind, hatte man sich in diesem Jahr einen weiteren Fahrer ins Boot geholt. Markus Diederich, selbst seit kurzem im Besitz eines von Rüddel aufgebauten und betreuten Ford Escort MK1, verzichtete auf einen Einsatz seines Fahrzeugs beim 24h Classic und half bei Rüddel Motorsport und dem Ford Escort MK1 #601 als dritter Fahrer des Teams aus. Damit wollte man die Chance erhöhen, das 3-Stunden-Rennen zu gewinnen. Startplatz 6 war die erwartet gute Position für das Rennen am Samstagvormittag.

Startfahrer Markus Diederich ging sofort mit hohem Risiko ins Rennen. Nach seinem Einsatz übergab Markus Diederich das Steuer an Heinz Schmersal. Nun hieß es, soweit wie möglich vorne zu bleiben. Die Renndistanz für Heinz Schmersal wurde aus taktischen Gründen auf 4 Runden beschränkt. Leicht zurückgefallen übernahm Mike Stursberg den Escort für den Rest des Rennens. Nach hartem Kampf beendete Mike Stursberg das Rennen als Zweiter. Für den Gesamtsieg hat es leider nicht gereicht. Trotzdem wurde der Einsatz belohnt und man konnte sich über den zweiten Platz im Gesamtklassement freuen, genauso wie über den Klassensieg.

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