Neukirchen-Vluyn 6,4 Millionen Euro für Erweiterungsbau der Antoniusschule

Neukirchen-Vluyn · Wetterbedingt hatte man sich, statt auf der Baustelle, in der Blumenhalle versammelt: Hier kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Schule, Schülerschaft, Elternpflegschaft, Politik und Verwaltung zusammen, um den Grundstein für die Zügigkeitserweiterung der Antoniusschule zu legen.

Großer Andrang in der Antoniusschule: Die Schülerinnen und Schüler hatten Inhalte für die Zeitkapsel vorbereitet und sie mit dem Bürgermeister Dirk Schauenberg verpackt. Vertreterinnen und Vertreter aus Schule, Politik und Verwaltung sahen zu.

Foto: Stadt Neukirchen-Vluyn/Sabrina Daubenspeck

Nachdem bereits im Sommer die Interimscontainer aufgebaut wurden, kam es nun, während der Phase der Erd- und Rohbauarbeiten, zur kleinen Feier anlässlich der nicht ganz kleinen Investition von rund 6,4 Millionen Euro.

Die Begrüßung übernahm traditionell der Bürgermeister. Dirk Schauenberg zeigte den Werdegang der Erweiterung auf, die mit dem Bedarfsbeschluss im Juni 2023 ihren Anfang nahm. „Jetzt ist alles vorbereitet und das ist auch gut so“, erläuterte der Verwaltungschef, denn im Februar 2027 soll hier die Schulgemeinschaft einziehen und die 1.200 Quadratmeter große Erweiterung mit Leben füllen.

Etwas anstrengen musste sich Schauenberg, um alle Inhalte in die Zeitkapsel zu füllen. Konrektorin Julia Janßen brachte die Wünsche und Ideen der Schülerinnen und Schüler mit, die in allen elf Klassen gesammelt worden waren. Außerdem dazu kamen die üblichen Tageszeitungen. Die Kapsel wird im Rahmen der Rohbauarbeiten im Gebäude einbetoniert. Ulrich Geilmann, der Technische Dezernent, sprach dem Hochbauamt ein Lob für seine gute Arbeit aus. Auch die Zusammenarbeit mit den Beteiligten der Antoniusschule sei bemerkenswert gewesen.

Inhaltlich erläuterte Christoph Borth, der im Hochbauamt für die Maßnahme zuständig ist, die anstehenden Bauphasen. Der zweigeschossige Erweiterungsbau ersetzt den bisherigen einstöckigen Anbau und schließt an das Hauptgebäude aus dem Jahr 1960 an. Hier entsteht eine offen gestaltete und lichtdurchflutete Mensa, die auch als Begegnungsstätte fungieren soll. Die Essensausgabe ist integriert und schließt einen Bereich für Cook & Chill ein, d.h. dem Aufwärmen bereits professionell vorbereiteter Speisen. Im zweigeschossigen Neubau befinden sich außerdem die Klassen- und Differenzierungsräume. Damit kommen insgesamt sieben Räume dazu. Zur Umsetzung moderner Lernkonzepte werden der angrenzende Flurbereich sowie die Aufenthaltsbereiche zwischen den Klassenräumen als erweiterte Lernlandschaften genutzt. Sie laden zum Verweilen und Kommunizieren ein und sind zusätzlich mit Lernnischen und Lernboxen ausgestattet. Insgesamt sind über 1.200 Quadratmeter Nutzfläche geplant. Die Gestaltung erfolgte in Abstimmung mit der Schulgemeinschaft.

Das Gebäude selbst orientiert sich in seiner Anmutung an den Bestandsgebäuden. Die farblich abgesetzten Fenster werden analog zu den Bestandsgebäuden aus Kunststoff gefertigt und mit Raffstoreanlagen ausgestattet. Für den Neubau ist ein Flachdach mit extensiver Dachbegrünung und einer Photovoltaik-Anlage vorgesehen. Zur Belichtung der Aufenthalts- und Lernbereiche sind zusätzlich Lichtkuppeln geplant. Die Wärmeversorgung der Antoniusschule wird über eine Hybridheizungsanlage aus Gasbrennwertkessel und Wärmepumpe sichergestellt. Im Bestandsgebäude erfolgt die Wärmeverteilung über Heizkörper, im Neubau ist eine Fußbodenheizung vorgesehen. Für die Barrierefreiheit wird zudem ein rollstuhlgerechter Aufzug installiert.
Die Gründung und Rohbauarbeiten sind bis März geplant. Daran schließen sich der Ausbau der Fassade sowie der Innenausbau am. Für die vorgesehenen ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangebote wurden Mittel des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes NRW in Höhe von rund 1.020.000 Euro verwendet.