Ach, übrigens... Eine schöne Parallele

Es gibt Parallelen im Sport, die einen staunen lassen und zugleich große Freude hervorrufen. Eine solche Parallele gibt es zwischen den Krefeld Pinguinen und dem HTC Blau-Weiß. Beide Klubs mussten 2022 den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten.

Von Jörg Zellen

Foto: Marsha Glauch

Und beide kehren nun wie Phönix aus der Asche zurück in die jeweils höchste deutsche Spielklasse. Der KEV spielte perfekte Play-offs (ohne Niederlage), die Tennis-Asse von der Hüttenallee zogen nun mit acht Siegen in Serie nach und belohnten sich für eine bockstarke Saison mit der Rückkehr in Liga 1.

Das ist mehr als nur eine sportliche Rückkehr. Es ist ein starkes Zeichen für Krefeld, für unsere Vereine und für alle, die trotz Rückschlägen weitergemacht haben. Beide Teams haben gezeigt: Absteigen kann passieren. Entscheidend ist, wie man zurückkommt.

Jetzt heißt es wieder Bundesliga in Krefeld - auf dem Eis und auf dem Tennisplatz. Eine großartige Geschichte, die hoffentlich noch lange weitergeschrieben wird. Krefeld ist wieder erstklassig.

Ach, übrigens: Alles andere als erstklassig war der Umgang des Deutschen Tennisbundes mit dem Aufsteiger. Einen Verbandsvertreter, der die offiziellen Glückwünsche übermittelt, suchte man beim letzten Heimspiel vergeblich. Und während die Pinguine einen großen Meisterpokal erhielten, schaffte es der DTB nicht einmal, einen Wimpel in den Stadtwald zu schicken. Die Blau-Weißen ließen sich aber auch dadurch nicht beirren und sangen ihren Dauerhit, der nun auf beeindruckende Art und Weise Wirklichkeit wurde: „Kling, Glöckchen, klingelingeling, HTC ist Meister, Rochusclub ist Zweiter, alle Jahre wieder, HTC ist Sieger.“