Ach, übrigens... Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ostern ist wahrlich ein bemerkenswertes Fest. Während wir im Dezember noch ehrfürchtig Plätzchen backen und uns über Besinnlichkeit unterhalten, geht es im Frühling deutlich praktischer zu: Da wird gesucht, versteckt, dekoriert - und vor allem gegessen.

Von Jörg Zellen

Foto: Marsha Glauch

So viel, dass selbst der Osterhase vermutlich längst einen Ernährungsberater konsultiert hat.

Apropos Osterhase: Ein Tier, das Eier bringt. Allein diese Tatsache zeigt, dass wir als Gesellschaft bereit sind, einiges hinzunehmen, solange es hübsch verpackt und aus Schokolade ist. Und seien wir ehrlich - wir hinterfragen das auch gar nicht mehr. Wir nehmen das Ei, bedanken uns innerlich und hoffen, dass es keine Kalorien zählt, solange man es im Garten findet.

Doch Ostern besteht natürlich aus weit mehr als Süßigkeiten und Symbolik. Es symbolisiert den Sieg des Lebens über den Tod sowie die Erlösung von Sünden. An Ostern endet zudem die 40-tägige Fastenzeit. Es ist ein Fest, das davon erzählt, dass etwas endet – und trotzdem nicht das letzte Wort gesprochen ist. Dass nach grauen Tagen wieder Farbe kommt. Nicht nur auf den bemalten Eiern, sondern im echten Leben. Und während draußen die Tulpen nicken und die Sonne uns vorsichtig daran erinnert, dass es auch ein Leben ohne Heizung gibt, dürfen wir uns ruhig eine kleine Pause gönnen. Zwischen all den Verpflichtungen, Terminen und To-do-Listen ist Ostern vielleicht genau das: eine Einladung, kurz innezuhalten und ein weiteres Stück Schokolade zu vernaschen. Rein symbolisch, versteht sich.

Ach, übrigens: In diesem Sinne wünschen wir vom Extra-Tipp Ihnen allen entspannte Feiertage, eine erfolgreiche Eiersuche und die nötige Gelassenheit, wenn Sie doch wieder mehr Süßes gegessen haben als geplant.