Rückblick auf die Saison Blau-Weiß: Nie mehr Zweite Liga...

Krefeld · Das HTC Blau-Weiß Pflege optimal-Team wird 2027 wieder in der 1. Tennis-Bundesliga aufschlagen. Ein Rückblick auf die Saison.

Der Spanier Alejandro Moro-Canas ließ seinen Emotionen freien Lauf.

Foto: Wolfgang Nonn

Der blau-weiße Triumphzug geriet nur zu Beginn einmal ins Stocken, dann aber nahm er rasant an Fahrt auf und konnte von niemandem mehr gestoppt werden. Der HTC Blau-Weiß Pflege optimal Krefeld hat schließlich den Aufstieg in die 1. Tennis-Bundesliga perfekt gemacht. Mit einem 8:1-Heimsieg gegen TC 1899 Blau-Weiss Berlin krönte die Mannschaft eine außergewöhnliche Saison in der 2. Bundesliga Nord. Nach neun Spieltagen stehen acht Siege und nur eine Niederlage zu Buche – und am Ende Rang eins vor dem punktgleichen Rochusclub aus Düsseldorf. Die Hüttenallee bebte, als der Spanier Miguel Damas um 14.11 Uhr am vergangenen Sonntag seinen Matchball verwandelte, für den HTC den fünften Einzelpunkt holte und somit die Rückkehr in die höchste deutsche Spielklasse besiegelte. Spieler, Offizielle und Fans stürmten auf den Showcourt 2 und feierten den Erfolg.

Dabei hatte die Saison für Krefeld alles andere als nach Maß begonnen. Zum Auftakt kassierten sie ausgerechnet gegen den Rochusclub Düsseldorf vor mehr als 2000 Zuschauern eine unerwartete 3:6-Niederlage. Was anschließend folgte, war allerdings eine beeindruckende Reaktion. Schon fünf Tage später zeigte Krefeld, dass der Auftakt nur ein Ausrutscher gewesen sein sollte. Beim Marienburger SC gewann die Mannschaft mit 8:1. So auch gegen den Bremer TC, ehe Blau-Weiß gegen den TC GW Nikolassee sogar einen 9:0-Kantersieg feierte. Damit war der Fehlstart längst vergessen. Krefeld hatte sich in der Spitzengruppe festgesetzt und entwickelte sich zum konstantesten Team der Liga.

Besonders wichtig wurde der 5:4-Auswärtssieg beim LTTC Rot-Weiß Berlin. Die Begegnung war eng, nach den Einzeln stand es 3:3. Der HTC behielt aber in den entscheidenden Doppeln die Nerven und nahm zwei Punkte mit nach Hause. Im Nachgang sprechen sie an der Hüttenallee von einem „Knackpunktspiel“ auf dem Weg zum Titelgewinn.

Überraschend deutlich setzte sich die Mannschaft von Teamchefin Claudia Ploenes gegen den TK Blau-Weiß Aachen durch. Am Ende stand ein souveränes 7:2. Spätestens jetzt war klar, dass der Aufstieg nicht mehr nur ein ambitioniertes Saisonziel war. Doch dafür musste der Rochusclub einmal stolpern. Und dies tat er gegen Blau-Weiß Berlin. Da den Krefeldern beim Oldenburger TeV ein nahezu perfektes 9:0 gelang, übernahmen sie wegen des deutlich besseren Matchverhältnisses die Tabellenführung.

Beim Suchsdorfer SV gelang am vorletzten Spieltag ein 7:2. Damit ging die Mannschaft mit sieben Siegen aus acht Begegnungen ins Finale. Und dort wartete mit dem TC 1899 Blau-Weiss Berlin noch einmal ein unangenehmer Gegner. Doch von Nervosität war nichts zu sehen. Krefeld dominierte bereits die Einzel und gewann alle sechs Partien. Besonders deutlich fielen die Siege von Stefano Travaglia, Enrico Dalla Valle und Giovanni Fonio aus. Travaglia ließ seinem Gegner beim 6:0, 6:0 nicht den Hauch einer Chance, Dalla Valle gewann 6:0, 6:1. Nach den Einzeln war die Partie mit 6:0 praktisch entschieden. Am Ende stand ein 8:1 auf der Anzeigetafel. Und der lang ersehnte Aufstieg war perfekt.