Ach, übrigens... Die Hitzewelle und ihre Folgen

Die Absage zahlreicher Veranstaltungen in Krefeld und Umgebung zeigt, dass die aktuelle Hitzewelle längst nicht mehr nur eine Frage des persönlichen Wohlbefindens ist. Wenn selbst traditionsreiche Termine wie der Renntag des Rennclubs (am gestrigen Samstag) nicht stattfinden können, wird deutlich, wie stark extreme Wetterlagen inzwischen in das öffentliche Leben eingreifen.

Von Jörg Zellen

Foto: Marsha Glauch

Natürlich sind solche Entscheidungen für Veranstalter, Vereine, Besucher und auch die lokale Wirtschaft enttäuschend. Hinter jeder Absage stecken viel Arbeit, Planung und oft erhebliche Kosten. Dennoch steht die Gesundheit von Menschen und Tieren an erster Stelle. Bei Temperaturen, die an oder über die Belastungsgrenze gehen, wäre es unverantwortlich, Risiken aus wirtschaftlichen oder organisatorischen Gründen in Kauf zu nehmen.

Die aktuelle Situation sollte aber auch Anlass sein, darüber nachzudenken, wie Veranstaltungen künftig besser an extreme Wetterbedingungen angepasst werden können. Mehr Schattenflächen, flexible Anfangszeiten oder Ausweichtermine könnten helfen, die Auswirkungen solcher Hitzewellen abzumildern.

Ach, übrigens: Während wir „Schreibtischtäter“ die Hitze zumindest teilweise mit Ventilator, Klimaanlage oder einem kühlen Büro ertragen können, trifft es diejenigen, die bei diesen Temperaturen draußen arbeiten müssen, besonders hart: auf Baustellen, im Straßenbau, in der Landwirtschaft, bei der Müllabfuhr, in Lieferdiensten oder anderen Berufen unter freiem Himmel. Während wir über abgesagte Veranstaltungen sprechen, leisten sie ihre Arbeit oft unter Bedingungen, die körperlich an die Grenzen gehen. Ihnen gilt in diesen Tagen besonderer Respekt.