Ach, übrigens ... „Königstransfer“ der Pinguine

Nach einer durchwachsenen zweiten Saison in der DEL 2 ist er für viele Fans der Krefeld Pinguine beinahe so etwas wie der Messias - die Rede ist vom neuen Cheftrainer Thomas Popiesch. Zweifelsohne ist die Verpflichtung des 58-Jährigen, der Bremerhaven nach acht Jahren auf dem Siedepunkt des Erfolgs (Vizemeister) verlässt, eine Art Königstransfer für Schwarz-Gelb im Unterhaus des deutschen Eishockeys.

Von Jörg Zellen

Von Jörg Zellen

Foto: Marsha Glauch

Dass dies möglich wurde, ist Hauptgesellschafter Peer Schopp zu verdanken, der offenbar die richtige Ansprache fand und ein für den Erfolgscoach passendes Angebot vorlegte. Beide Seiten betonen mit Nachdruck, dass die Zusammenarbeit langfristig sein soll. Popiesch soll die Pinguine, seinen KEV, für den er einst selbst die Schlittschuhe schnürte, wieder „nach oben“ führen. Freilich muss dies nicht direkt im kommenden Jahr der Fall sein. Viel mehr geht es darum, etwas aufzubauen, die Mannschaft zu stabilisieren, Perspektiven zu schaffen - quasi einen Masterplan für eine mögliche Rückkehr in die DEL zu kreieren.

Ach, übrigens: Bei aller Freude über diesen Transfercoup mit Stallgeruch muss eines klar sein: Wunder wird Popiesch nicht bewirken können. Er benötigt neben erfahrenen und erfolgreichen Profis auch Spieler, die er weiterentwickeln kann. Ob dies mit allen Akteuren, die bislang unter Vertrag stehen, möglich ist, bleibt abzuwarten. Nicht wenige Pinguine-Fans hoffen inständig darauf, dass schon bald weitere Personalien (kurz vor Redaktionsschluss am Freitag wurde ein kanadischer Verteidiger verpflichtet) für die kommende Saison bekannt gegeben werden.

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