Ach, übrigens... Warum Krefeld nicht tot ist

„Krefeld ist doch tot“, höre ich immer wieder. „Die Innenstadt kannst du vergessen“, wird mir gesagt. „Die Politik muss doch endlich mal was unternehmen“, wird mir geschrieben, in der Hoffnung, dass dies Thema meiner Kolumne wird.

Von Jörg Zellen

Von Jörg Zellen

Foto: Marsha Glauch

Ok, dann greifen wir es einmal auf und drehen den Spieß um: Was können wir, also jeder Einzelne von uns, tun, um Krefeld attraktiver zu machen? Ein großartiges Beispiel dafür ist das Kollektiv „Eäte.Drenke.Danze“, welches sich im Jahr des Krefelder Stadtjubiläums gründete und mit den initiierten „Feierabendmärkten“ bereits tausende Besucher anlockte. Jüngst rief eben jener Bund von einem Dutzend junger Leute ein neuartiges Kneipen-Format ins Leben - „Eäte. Drenke. Lope“. Fünf Lokale beteiligten sich, auch der ASta der Hochschule war mit von der Partie. Wer alle Stationen besuchte und sich einen Stempel abholte, erhielt ein Freigetränk. Krefeld lebte an diesem frühsommerlichen Abend auf, die Innenstadt war voll mit gut gelaunten Menschen, die von einer Location zur nächsten pilgerten, plauderten, tanzten und Spaß hatten. Und dies im Herzen der Stadt. Ganz großartig.

Ach, übrigens: Der vielerorts angestimmte Abgesang auf unsere City war an jenem Abend nicht zu hören. Im Gegenteil. „Eäte. Drenke. Danze“ ist ein Paradebeispiel dafür, wie Krefeld wieder aufblühen kann und dafür, dass sich das Engagement jedes Einzelnen lohnt. Tot ist diese Stadt mit Sicherheit nicht.

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