Saisonabschluss der Pinguine am Freitag Pinguine gehen mit 900 000 Euro-Minus in den Sommer

Krefeld · Acht Tage nach dem bitteren Play-off-Aus gegen die Eispiraten Crimmitschau äußerten sich die Verantwortlichen der Krefeld Pinguine zur abgelaufenen Saison sowie der Zukunftsperspektive der Schwarz-Gelben.

Krefeld Pinguine mit Minus in den Sommer
Foto: drabben/Andreas Drabben

Saison 2023/24

Hauptgesellschafter Peer Schopp: „Die Enttäuschung überwiegt. Das verlorene Spiel 7 tut uns allen noch weh. Aber ich möchte mich für die fantastische Unterstützung bei unseren Fans bedanken. Hoffentlich geht dies auch in der kommenden Saison so weiter. Es wäre schön, wenn viele Appetit auf die Pinguine bekommen haben und weiterhin in die Arena pilgern.“

Der Sportliche Leiter Peter Draisaitl: Schwierige, teils sehr frustrierende Saison, die am Ende auch sehr lehrreich war. Es ist so unglaublich wichtig, dass ein Rädchen ins andere greift. Da haben wir noch Arbeit vor uns. Wir sind noch nicht so weit, wie ich es mir für Krefeld vorstelle. Für mich war es das härteste Saisonaus, an das ich mich erinnern kann. Die Mentalität der gesamten Truppe hat uns eine bessere Saison verwehrt.“

Cheftrainer Greg Poss, der zukünftig nicht weiter hinter der Pinguine-Bande stehen wird und dessen Zukunft noch offen ist, sagte: „In Spiel 7 zu verlieren, ist hart. Aber wir sind von einem 0:3 zurückgekommen und dies spricht für die Moral der Truppe. Die Stimmung bei den Heimspielen war fantastisch.“

Kaderplanung

Peter Draisaitl: „Wir sind noch nicht mit den Exit-Gesprächen fertig. Diese sollen bis Ende der Woche über die Bühne gehen. Der Fokus für die Zukunft liegt auf der aktuellen Mannschaft. Vorher macht es keinen Sinn über Neuverpflichtungen zu reden, wenngleich wir einen Neuzugang schon unter Vertrag haben.“ Sicher ist, dass der neue Cheftrainer (Thomas Popiesch wird aus Bremerhaven an die Westparkstraße wechseln, steht derzeit mit Fishtown im DEL-Halbfinale) in die Kaderplanung involviert wird.

Finanzielle Lage

Peer Schopp: „Das Ausscheiden im Viertelfinale war unerfreulich. Wir mussten seinerzeit sehr viele Altlasten übernehmen sowie Nachzahlungen an die Berufsgenossenschaft leisten. Wir sind mit einem Minus von 600 000 Euro in die Saison gegangen, die wir als Gesellschafter durch eine Barausgabe ausgeglichen haben. Durch die vielen Verletzten mussten wir nachlegen, auch auf der Trainerposition. Außerdem mussten wir uns aus einem Vertrag mit einem Ticketanbieter herauskaufen. Am Ende haben diese Posten die Bilanz verschlechtert. Wir gehen nun mit einem Minus von rund 900 000 Euro in den Sommer.“

Er appelliert: „Wir haben zwar eine fantastische Unterstützung der Fans und steigende Zuschauerzahlen. Auch im Business-Bereich haben wir uns verbessert. Aber die Kürzungen nach dem Abstieg im Bereich des Sponsorings konnten wir nicht kompensieren. Hinzu kommen Kostensteigerungen in nahezu allen Bereichen. Wir sind dringend darauf angewiesen, dass Sponsoren uns stärker unterstützen.“ In den kommenden Tagen werden weitere Gespräche mit den Großsponsoren geführt.

Fakt sei aber auch: „Wir brauchen Zeit, das ist ein Marathon. Innerhalb eines Jahres mehr als eine halbe Million zusätzlich an Sponsoring aufzubauen, dies ist nicht möglich.“

Saisonabschlussfeier

Am Freitag wollen sich die Pinguine am Nordbahnhof (Bahnstieg neben der Schlüffken-Brauerei) von ihren treuen Anhängern verabschieden. Der Einlass sowie eine Autogrammstunde starten bereits um 17 Uhr. Das Bühnenprogramm beginnt um 18 Uhr (Dauer bis ca 19.30 Uhr).

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