Niederlage in zweiter Verlängerung Bitteres Saison-Aus für die Pinguine

Krefeld · Die Krefeld Pinguine sind am Dienstagabend im DEL 2-Playoff-Viertelfinale an den Eispiraten Crimmitschau gescheitert. Im siebten und entscheidenden Spiel unterlag der KEV trotz zwischenzeitlicher Führung nach insgesamt 88. Minuten in der zweiten Verlängerung mit 5:6.

DIe Krefeld Pinguine verlieren SPiel 7 mit 5:6 n.V.
Foto: Samla Fotoagentur/samla.de

Bereits das erste Drittel war nichts für schwache Nerven. Je zwei Tore mussten Felix Bick und Christian Schneider hinnehmen. Den ersten Schlag setzten die Hausherren in der zweiten Minute. Nach einem abgefälschten Schuss durch Thomas Reichel, konnte Bick die Scheibe nicht kontrollieren und kickte sie mit der rechten Schiene selbst über die Torlinie. Christian Ehrhoff gelang in der elften Minute die Antwort, Tobias Lindberg in der 17. Minute im Powerplay der erneute Führungstreffer. Das Kuriositäten-Kabinett hielt beim Ausgleichstreffer von Matt Marcinew den nächsten Akt bereit. Auf Zuspiel von KEV-Kapitän Alexander Weiß wurde der Schuss des Kanadiers von einem Verteidiger geblockt und flog hinter das Tor an das Plexiglas. Von dort fiel der Puck auf den Rücken von Schneider und von dort ins Tor zum Ausgleich und Pausenstand.

Im zweiten Drittel gelang dem KEV ein Blitzstart. Bereits nach 39 Sekunden lag das Spielgerät zwei Mal im Tor der Eispiraten. Matt Marcinew nach elf Sekunden und Eric Gotz lenkten den KEV zum ersten Mal auf die vermeintliche Gewinnerstraße. Henri Kanninens Anschlusstreffer in der 27. Minute sorgte jedoch wieder für Sorgenfalten auf der Stirn des mitgereisten schwarz-gelben Blocks. Diese schienen in der 44. Minute wieder zu verschwinden. Jon Matsumoto stellte auf Zuspiel von Maximilian Leitner den alten Abstand wieder her.

Der Eishockey-Abend in Crimmitschau sollte jedoch noch lange nicht zu Ende sein. Grund dafür war ein Momentum-Wechsel und eine später Aufholjagd der Eispiraten ab der 56. Minute. Ähnlich aussichtlos wie die Pinguine in Spiel 6 griffen die Eispiraten mit dem Mute der Verzweiflung das KEV-Tor an. Sie sollten sich belohnen: Zuerst verkürzte Mario Scalzo mit einem Schuss, der von Ehrhoff abprallte, dann glich Colin Smith zwei Minuten vor dem Ende aus und erzwang die Verlängerung.

Die Best-of-7-Serie fand folglich ein Ende, das dramatischer nicht hätte sein können. Nachdem die erste Overtime mehr Spielanteile für die Pinguine aufwies, sie jedoch den Siegtreffer ausließen, stach Dominic Walsh den Pinguinen in der zweiten Verlängerung nach insgesamt 88. Minuten mitten ins Herz. Der Verteidiger schlich sich hinter die KEV-Verteidigung, empfing vor Bick einen Pass von Colin Smith, den er auf seine Rückhand ziehen und im Pinguine-Tor unterbringen konnte.

Zahlen zum Spiel

Eispiraten Crimmitschau – Krefeld Pinguine 6:5 (2:2, 1:2, 2:1/0:0, 1:0)

Tore: 1:0 (01:10) Reichel (Sturm, Saponari), 1:1 (10:22) Ehrhoff (Marcinew), 2:1 (16:01)(PP) Lindberg (Smith), 2:2 (18:32) Marcinew (Weiß, MacDonald), 2:3 (20:11) Marcinew (Weiß, MacDonald, 2:4 (20:39) Gotz (Niederberger), 3:4 (26:37) Kanninen (Sturm), 3:5 (43:38) Matsumoto (Leitner), 4:5 (55:27) Scalzo, 5:5 (57:48) Smith (Lindberg), 6:5 (87:58) Walsh

Schüsse: 40:42

Strafminuten: 2:4

Zuschauer: 4124

Stimmen zum Spiel

Greg Poss

Es war eine unglaubliche Serie. Wir können den Eispiraten nur gratulieren. Wir haben auch heute alles gegeben und ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie haben gekämpft. Es war heute Abend ein spannendes Spiel mit einer elektrisierenden Stimmung. Beide Fanlager haben in ihren Hallen und auswärts eine tolle Stimmung gemacht. Es machte Spaß in dieser Kulisse zu spielen, auch, wenn es heute nicht für uns gereicht hat.

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