Wohnraumstärkung in Nettetal Kontrollen zeigen Erfolge

Nettetal · Stefanie Minten, Sachgebietsleitung Leistungsverwaltung und soziale Hilfen, stellte im Nettetaler Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Inklusion einen Tätigkeitsbericht der Stadt Nettetal zum Thema Wohnraumstärkung für den Berichtszeitraum 2024-2025 vor.

Foto: Stadt Netettal

Das 2021 in Kraft getretene Wohnraumstärkungsgesetz NRW gibt den Städten und Gemeinden eine Handhabe gezielt gegen die Verwahrlosung von Wohnraum. Dass die Einhaltung von Mindestanforderungen und damit eine menschenwürdige Unterbringung von Leiharbeitenden in Nettetal das Hauptthema ist, machte der Bericht von Stefanie Minten deutlich.

So hat die Stadt in den vergangenen zwei Jahren 60 Objekte als potenzielle Unterkünfte für Leiharbeitende erfasst. Die Stadt, die seit September 2025 eine feste Stelle zur Wahrnehmung der Aufgaben nach dem Wohnraumstärkungsgesetz besetzt hat, führte 52 Außenbesichtigungen und 21 Innenbesichtigungen durch. Darunter befanden sich 15 behördenübergreifende Großkontrollen, mit neun die meisten in Kaldenkirchen. „Es zeigte sich, dass sich die Personen häufig nicht anmelden oder fälschlicherweise noch gemeldet sind, da die Meldedaten überwiegend nicht mit den tatsächlich angetroffenen Personen übereinstimmen“, berichtete Stefanie Minten. Zudem sei bei allen Kontrollaktionen, bei denen die Bauaufsicht anwesend war, die Nutzung bestimmter Geschosse noch am selben Abend untersagt worden.

Die Politik bestätigte der Verwaltung, dass man gemeinsam das Problem in den Griff bekommen habe. Der Erste Beigeordnete Andreas Rudolph machte deutlich, dass die Stadt mittlerweile von den 60 kritischen Unterkünften 50 unter Kontrolle hat: „Unsere Vorgehensweise ist ein absolutes Erfolgsmodell.“ Andreas Rudolph stellte die Zusammenarbeit mit anderen Behörden – auch grenzüberschreitend - als positiv heraus.