Nach einem Höchststand im Jahr 2024 sind die Übernachtungszahlen in der Notschlafstelle 2025 wieder gesunken. Christina Maske, Sachgebietsleiterin Soziale Betreuung, Asyl und Wohnungslose, legte dazu im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Inklusion zum Thema Wohnungslosigkeit in Nettetal einen Bericht vor. Während bis Ende 2024 knapp 2.000 Übernachtungen verzeichnet wurden, waren es bis Ende Oktober 2025 gut 1.200 – das entspricht in etwa der Zahl aus dem Jahr 2022.
Eine Verbesserung der Lage sei für die kommenden Jahre wohl nicht in Sicht, so Christina Maske. Durch Faktoren wie Wohnungsverlust aufgrund fehlenden Wohnraums, hoher Mietkosten, Jobverlust und verstärkte Unterbringung von EU-Bürgern sei die Notschlafstelle für Betroffene die letzte Möglichkeit, nicht auf der Straße übernachten zu müssen.
Christina Maske berichtete zudem im Ausschuss, dass der Träger, der Rheinische Verein für Katholische Arbeiterkolonien e.V., auf der Suche nach einer neuen Immobilie für die Notschlafstelle ist und voraussichtlich Mitte 2026 fündig wird. Bis dahin müsse die Verlängerung des Vertrages ausstehen. Die Versorgung der wohnungslosen Personen sei aber weiterhin unbefristet sichergestellt.