Der Schulalltag sollte als Ort des Lernens, der Freundschaften und der persönlichen Entwicklung gelten. Für viele Kinder ist das auch so. Für andere kann er aber ein Raum sein, in dem Mobbing zum täglichen Begleiter wird. Diesem sensiblen Thema widmet sich Filmemacher Sebastian Schmitz in seinem Kurzfilmprojekt „Bis das Lachen verstummt“. Zwischen Ostern und den Sommerferien möchte er den Kurzfilm in Viersen und Umgebung drehen. Eine Schülerin des Erasmus von Rotterdam Gymnasium in Viersen soll die Hauptrolle übernehmen. Sie hat bereits kleinere Rollen in Filmproduktionen übernommen. „Im Mittelpunkt des Filmes soll die Wahrnehmung des Kindes stehen. Erzählt wird bewusst ruhig und beobachtend, über Gestik, Mimik und Atmosphäre, nicht über erklärende Dialoge oder Schuldzuweisungen“, erklärt der 36-Jährige.
Der Viersener Filmemacher ist von dem Thema Mobbing familiär selbst betroffen – leider. „Meine elfjährige Tochter wurde in der Schule von Mitschülern massiv gemobbt. Deshalb liegt es mir auch so am Herzen, aufzuklären und zu sensibilisieren.“ Lange habe sie geschwiegen, bis es dann irgendwann zum Nervenzusammenbruch kam.
Sebastian Schmitz‘ Ziel ist es, ein emotionales Werk zu schaffen, dass sowohl berührt als auch zum Nachdenken anregt. „Das Thema Mobbing steht oft nicht im Fokus. Das möchte ich ändern“, betont der 36-Jährige. „Ich möchte es sichtbar machen, bevor es für viele Kinder und Jugendliche zu spät ist.“
Der Kurzfilm ist als erster Schritt hin zu einer späteren Spielfilmfassung gedacht. Er dient als Referenz, um perspektivisch Förderungen für eine größere Umsetzung zu ermöglichen. Mit dem Kurzfilm möchte der Filmemacher an den Filmfestspielen teilnehmen. „Das vereinfacht es, bei der Filmförderung in Betracht gezogen zu werden und so an finanzielle Mittel zu kommen“, so der Viersener.
Seine Tochter findet es übrigens super, dass ihr Vater einen Film dreht. „Sie würde selbst gerne die Hauptrolle spielen“, erklärt er. „Das möchte ich allerdings nicht. Ich möchte sie schützen.“
Im Frühjahr 2027 soll „Bis das Lachen verstummt“ im Kino in Mönchengladbach präsentiert werden.
Wer Sebastian Schmitz und sein Filmprojekt finanziell unterstützen möchte, kann dies über GoFundMe machen: https://www.gofundme.com/f/mobbing-trifft-leise-hilf-uns-es-zu-erzahlen