Für die Ausweitung des Hitzeaktionsplanes werden im zweiten Jahr der Erprobungsphase in Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden auch die vulnerablen Einrichtungen, die in deren Zuständigkeit liegen, angesprochen und informiert. Bislang haben ausschließlich vulnerable Personengruppen und Einrichtungen, wie Pflegeheime und Kindertagesstätten, des Kreises im Fokus gestanden.
Hintergrund der Anpassung dieses Plans ist, dass viele Städte und Gemeinden im Kreis Viersen durch die Verabschiedung ihrer Klimafolgenanpassungskonzepte die Umsetzung des kreisweiten Hitzeaktionsplans zunehmend in ihre Verwaltungsaufgaben aufnehmen. Dadurch wird die Zusammenarbeit zwischen Kreisverwaltung und Kommunen weiter ausgebaut, um insbesondere gefährdete Menschen in Hitzeperioden frühzeitig zu schützen und hitzebedingte Gesundheitsrisiken zu minimieren.
Im Rahmen des Hitzeaktionsplans werden die Einrichtungen über aktuelle Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes informiert und auf geeignete Schutzmaßnahmen hingewiesen. Dazu zählen unter anderem die Anpassung von Tagesabläufen in die kühleren Morgenstunden, die Sicherstellung einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr, die Kontrolle von Raumtemperaturen und Belüftungssituationen sowie ein verstärkter Sonnen- und Hitzeschutz.
„Der Kreis Viersen sieht sich für die bevorstehende Hitzesaison gut vorbereitet und setzt auch in diesem Jahr die Erprobung des kreisweiten Hitzeaktionsplans fort“ sagt Dr. Bernd Steinweg, Leiter des Amtes für Umweltschutz des Kreises Viersen. „Gleichzeitig ist es wichtig, dass jede und jeder Einzelne auf seine Mitmenschen achtet und insbesondere alleinlebende ältere Personen unterstützt. Bereits einfache Hilfsangebote oder regelmäßige Nachfragen können während einer Hitzeperiode einen wichtigen Beitrag leisten.“
Besondere Aufmerksamkeit gilt älteren Menschen, chronisch Erkrankten, Kindern, Schwangeren sowie Personen, die beruflich viel Zeit im Freien verbringen. Hohe Temperaturen und eine erhöhte Luftfeuchtigkeit können den Körper stark belasten und insbesondere das Herz-Kreislauf-System beanspruchen.
Tipps zum Umgang mit Hitze finden Interessierte online unter: www.kreis-viersen.de/hitzeundgesundheit
Bei schweren oder plötzlich auftretenden, gesundheitlichen Beschwerden im Zusammenhang mit Hitze steht der Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Rufnummer 116117 rund um die Uhr zur Verfügung. In akuten Notfällen wie beispielsweise plötzlicher Verwirrtheit oder Desorientiertheit, Bewusstseinstrübung, Krampfanfällen oder Anzeichen eines Kreislaufschocks sollte der Rettungsdienst unter 112 verständigt werden.