Jetzt wurde die neue Sonderausstellung „Kind sein, frei sein, draußen sein“ im Niederrheinischen Freilichtmuseum des Kreises Viersen eröffnet. Die Ausstellung zeigt, wie Kinder früher am Niederrhein gespielt haben. Zwischen Ende des 19. und Mitte des 20. Jahrhunderts war die Kindheit eine Mischung aus streng geregeltem Alltag und starren Strukturen innerhalb und kreativer Freiheit außerhalb des Elternhauses.
„Es werden nicht nur historische Perspektiven beleuchtet, sondern es soll auch zum Nachdenken über die heutige Kindheit angeregt werden. Was hat sich geändert? Wo erleben Kinder heute noch Freiräume und welche Herausforderungen bestehen dabei?“, sagt Kulturdezernent Ingo Schabrich.
Die Besucher erwartet neben Schautafeln auch Stationen, an denen sie unter anderem Geschicklichkeitsspiele und Hüpfkästchen ausprobieren und beliebte Spiele aus der Vergangenheit wiederentdecken können.
„Die Frage, wie das Leben das Spielen prägt, hat mich schon lange beschäftigt und schließlich zu dieser Ausstellung geführt“, sagt Alissa König, Ausstellungskuratorin und stellvertretende Museumsleiterin. „Das Besondere ist, dass wir die einzelnen Spiele nicht nur im musealen Kontext zeigen, sondern sie aktiv nach draußen bringen und dort erlebbar machen, wo sie damals von Kindern erdacht und gespielt worden sind.“
Bis zum 1. November kann die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Niederrheinischen Freilichtmuseums im Außengelände (am Bienenhaus) besucht werden.