Eröffnung am 24. Juli im Atelierhaus E71 Ausstellung „La toile – resserrer les fils“ von Daniela Schmitz

Mönchengladbach · Wie entstehen Verbindungen zwischen Erinnerungen, Bildern und persönlichen Erfahrungen? Mit ihrer Ausstellung „La toile – resserrer les fils“ lädt die Künstlerin Daniela Schmitz dazu ein, ein vielschichtiges Geflecht aus Zeichnung und Malerei zu entdecken.

Daniela Schmitz – hier in ihrem Atelier – zeigt Zeichnungen und Gemälde im Atelierhaus E71.

Foto: Daniel Heß

Im Atelierhaus E71 in Mönchengladbach präsentiert die Künstlerin neue Zeichnungen und Ölgemälde, die in einem engen Dialog miteinander stehen. Was in den Zeichnungen seinen Anfang nimmt, setzt sich in den Gemälden fort – und umgekehrt. Die Ausstellung macht sichtbar, wie sich Motive, Formen und Erinnerungen über verschiedene Werkgruppen hinweg miteinander verweben.

Das französische Wort la toile bedeutet sowohl „Netz“ als auch „Leinwand“. Für Daniela Schmitz ist das Netz ein zentrales Bild: Es steht für die feinen Verbindungen zwischen den einzelnen Arbeiten sowie für Erinnerung, Wahrnehmung und Schutz. Inspiriert vom Spinnennetz entsteht ein künstlerisches Geflecht, in dem Vergangenheit und Gegenwart, Intimität und Offenheit miteinander in Beziehung treten.

Die Ölgemälde bilden dabei Knotenpunkte innerhalb der Ausstellung. Sie lenken den Blick auf bestimmte Orte, Stimmungen oder Details und verdichten die Atmosphäre der Zeichnungen. Diese entstehen häufig in Serien wie Les Fragiles, Rituels, Enfance, Maternité oder Divinités. Sie kreisen um Themen wie Kindheit, Mutterschaft, Verletzlichkeit und Erinnerung. Figuren und Zeiten überlagern sich, ohne eindeutige Erzählungen vorzugeben. Stattdessen eröffnen die Arbeiten einen poetischen Raum, in dem persönliche Erfahrungen zu universellen Fragen nach Identität, Fürsorge und den Brüchen unserer Gegenwart werden.

In ihrem künstlerischen Prozess verbindet Schmitz unterschiedliche Materialien wie Bleistift, Aquarell, Öl, Pastell und Filzstift. Farben und Formen entwickeln dabei eine eigene Bildsprache, die sich zunehmend vom Gegenständlichen löst. Erinnerung erscheint nicht als dokumentierte Vergangenheit, sondern als lebendiger, sich ständig wandelnder Prozess.

Die Ausstellung in der Galerie im Atelierhaus E71, Eickener Straße 71, geht bis zum 9. August. Geöffnet ist samstags und sonntags von 12 bis 16 Uhr. Zur Eröffnung am 24. Juli um 19 Uhr sind Interessierte herzlich eingeladen.

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