EWMG blickt auf Geschäftsjahr 2025 zurück Erfolgreiches Kerngeschäft

Mönchengladbach · Das Geschäftsjahr 2025 der Entwicklungsgesellschaft Mönchengladbach (EWMG) bezeichnet Dr. Ulrich Schückhaus, Vorsitzender der Geschäftsführung, als „überraschend erfolgreich“. Überraschend deshalb, weil der Markt in der Immobilienbranche immer noch schwierig einzuschätzen sei.

Die Führungsriege der EWMG (v.l.): Aufsichtsratsvorsitzender Janann Safi und die Geschäftsführung Dr. Ulrich Schückhaus (Vorsitzender), Claudia Schwan-Schmitz und Stefan Anspach.

Foto: Andreas Baum

Geopolitische Krisen, hohe Baukosten, anspruchsvolles Finanzierungsumfeld – diesen negativen Faktoren steht ein Jahresergebnis der EWMG von rund 7,6 Mio. Euro (vor Steuern, mit NEW-Dividende von 6,7 Mio. Euro) und ein Betriebsergebnis von rund 1 Mio. Euro gegenüber. „Das drittbeste Betriebsergebnis, was wir je erzielt haben“, freute sich Dr. Ulrich Schückhaus – und Kennzahl dafür, wie erfolgreich das eigentliche Kerngeschäft laufe. Für Schückhaus war es übrigens die letzte Jahrespressekonferenz. Er wird nach mehr als 17 Jahren an der EWMG-Spitze im Juli in den Ruhestand gehen.

Die Investitionen in 2025 liegen bei 10 Mio. Euro. Größte Posten bei den Baumaßnahmen waren der Umbau der Stadtteilbibliothek Rheydt, das Nationale Hockey Trainingszentrum, der Hauptbahnhof Rheydt und die Quartiersgarage Maria Hilf Terrassen. An Erschließungsleisten schlagen vor allem das Baugebiet Flipsenpesch, das REME Los 1 und die Maria Hilf Terrassen zu Buche.

Die Schaffung von Wohnraum bleibe zentrale Aufgabe der EWMG, „obwohl die Krise auf dem Immobilienmarkt nicht wirklich vorbei ist“, wie Dr. Ulrich Schückhaus ausführte. Größere Projekte durch Investoren und der frei finanzierbare Wohnungsbau funktionierten im Moment nicht, während der geförderte Wohnraum Treiber des Bausektors sei. So wurden in 2025 43,2 Mio. Euro für Bau- und Sanierungsmaßnahmen bewilligt. Auch das Segment Einfamilienhäuser präsentiere sich stabil.

Neben den bereits erwähnten Baugebieten Flipsenpesch und REME Los 1 sollen ab 2027 drei Neubaugebiete für private Bauherren sowie Investoren in die Vermarktung gehen: Gartenkamp in Hardt (16 Wohneinheiten), Voigtshofer Allee in Wickrath (33 Wohneinheiten) und Frankenstraße in Bonnenbroich (34 Wohneinheiten). Eines der größten innerstädtischen Wohnbauprojekte in der Stadt sind aktuell die Maria Hilf Terrassen mit unterschiedlichen Wohnangeboten vom Geschosswohnungsbau bis hin zu Stadthäusern.

Besonderer Fokus der EWMG liege ebenfalls auf einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Stadtentwicklung, wie Stefan Anspach, designierter Nachfolger im Vorsitz der Geschäftsführung, ausführte. Gezielt angekauft wurden zum Beispiel in Rheydt das Gebäude Hauptstraße 7-9 und das ehemalige Tellmann-Gebäude zur Quartiersentwicklung rund um das Cityhaus sowie in Mönchengladbach das Gebäude Kirchplatz 5 zur Entwicklung eines Museumsquartiers mit Wohnen, Arbeiten, Gastronomie und Kultur. Angekauft hat die EWMG auch den Parkplatz Aachener Straße perspektivisch für eine Schulerweiterung und Wohnbebauung.

„Eine vorausschauende und integrierte Stadtentwicklung ist heute wichtiger denn je. Mit gezielten Ankäufen, der Entwicklung von Quartieren, Investitionen in Infrastruktur und der Akquise von Fördermitteln schaffen EWMG und Verwaltung gemeinsam die planerischen und baulichen Voraussetzungen dafür, dass sich Mönchengladbach nachhaltig, lebenswert und wirtschaftlich stabil weiterentwickeln kann“, sagte Claudia Schwan-Schmitz, Technische Beigeordnete und EWMG-Geschäftsführerin.