Schülerin aus Mönchengladbach belegt 2. Platz bei Plakatwettbewerb Kreativ bei „bunt statt blau“

Mönchengladbach · Eine Schülerin aus Mönchengladbach hat beim Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ den zweiten Platz gewonnen. An der DAK-Präventionskampagne haben sich bundesweit 6 000 junge Menschen beteiligt.

Beim Plakatwettbewerb gegen das Rauschtrinken in NRW hat sich eine Gladbacher Schülerin den 2. Platz gesichert. (V.l.) Berit Schoppen (DAK-Landesvertretung NRW), Mariam Elmasry, Dr. Tanja Reinlein (Schulministerium NRW).

Foto: Plakatwettbewerb gegen das Rauschtrinken in NRW/DAK Gesundheit

„bunt statt blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich im Frühjahr bundesweit 6 000 Schülerinnen und Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das sogenannte Rauschtrinken bei Jugendlichen. In Nordrhein-Westfalen belegte Mariam Elmasry (16) aus Mönchengladbach den zweiten Platz. Sie setzte sich gegen rund 800 Teilnehmer in NRW durch. Im Namen von Schulministerin Dorothee Feller, Schirmherrin des Wettbewerbs in NRW, übergab Dr. Tanja Reinlein die Preise und Urkunden.

„Mit meinem Bild möchte ich darstellen, wie Alkohol Menschen ihrer Freiheit berauben und sie innerlich gefangen halten kann. Obwohl die Person von einer wunderschönen Natur umgeben ist, verhindert die Abhängigkeit, die Schönheit der Realität wirklich wahrzunehmen. Dennoch blickt die Person nach oben, da dieser Blick Hoffnung symbolisiert, eines Tages aus diesem Käfig auszubrechen”, sagt Mariam Elmasry. Mit ihrer beeindruckenden Arbeit belegte die 16-jährige Schülerin aus Mönchengladbach den zweiten Platz. Landessiegerin in NRW wurde Lina Rudolf (16) aus Bocholt. Den dritten Rang belegte Kevin Willms (15) ebenfalls aus Bocholt. Für ihre Gemeinschaftsarbeit erhielten Antonia Voß (13) aus Essen und Leonie Schmidt (14) aus Wuppertal den Sonderpreis „Junge Talente“.

Wie im Bundestrend ist die Anzahl der exzessiven Rauschtrinker bei Jugendlichen in NRW zuletzt wieder deutlich rückläufig. Laut Zahlen des Statistischen Landesamtes Nordrhein-Westfalen mussten 2024 1 799 Kinder und Jugendliche nach einem akuten Alkoholrausch im Krankenhaus behandelt werden – darunter 878 Jungen und 921 Mädchen.

Schulministerin Dorothee Feller: „Die Entwicklung geht in die richtige Richtung: Immer weniger junge Menschen trinken regelmäßig Alkohol in großen Mengen. Gleichzeitig dürfen wir nicht nachlassen, denn jeder junge Mensch, der sich durch Rauschtrinken gefährdet, ist einer zu viel. Der Wettbewerb ‚bunt statt blau‘ erreicht Jugendliche auf besondere Weise: Er macht sie selbst zu Botschafterinnen und Botschaftern der Prävention. Mit Kreativität, Haltung und klaren Botschaften setzen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein starkes Zeichen gegen Alkoholmissbrauch.“

„bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ 2026 ist bereits die 17. Auflage des kreativen Plakatwettbewerbs. Insgesamt haben seit 2010 über 149 000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Sie ist seit April 2010 von der Europäischen Kommission zertifiziert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Am 2. Juni wählt eine Bundesjury in Berlin die Bundesgewinner 2026.