Das Interimsgebäude an der Breite Straße ist fertig Neue Gesamtschule: So sieht’s da aus

Mönchengladbach · Ab September startet der Schulbetrieb im Interimsgebäude der neuen Gesamtschule an der Breite Straße. Ein Rundgang durchs Gebäude zeigt, wie die Arbeiten im Zeitplan liegen und warum von einem Provisorium nichts zu spüren ist.

Sie präsentierten das Schulgebäude (erste Reihe, v.l.): Valeria Ziebart, Raimund Eckers, Oksana Drozdov (alle gmmg) und Sascha Derichs (Schule und Sport) sowie (zweite Reihe, v.l.): Daniel Sommer (gmmg), Dennis Prudlik, Svenja Henßen (beide Schule und Sport) und Holger Wildemann mit Britta Grote-Vent (beide Schulvorbereitungsteam).

Foto: Stadt MG

Die 108 Schülerinnen und Schüler des Gründungsjahrgangs waren bereits Mitte Juli mit ihren Familien eingeladen.

Im Werkraum warten Schleifmaschine, Schraubzwingen und Stechbeitel auf ihren Einsatz.

Foto: Stadt MG

„Leuchtende Augen“ hätten die Kinder und ihre Eltern beim Besuch gehabt, berichten Holger Wildemann und Britta Grote-Vent aus dem Schulvorbereitungsteam. Denn das Gebäude auf Zeit, das später durch einen Massivbau auf dem Grundstück ersetzt wird, wirkt alles andere als provisorisch.

Sitzelemente mit Schallschutz verleihen der Schulbücherei Farbe und sorgen für eine konzentrierte Leseatmosphäre.

Foto: Stadt MG

Dass sich das Schulgebäude aus insgesamt 167 Containern zusammensetzt, muss man sich im Innern regelrecht ins Gedächtnis rufen. Denn trotz der Modulbauweise gibt es ein offenes Foyer mit Sitztribüne, eine Mensa oder bis zu 90 Quadratmeter große Fachräume. Wände, Decken und Bodenbeläge stehen einem dauerhaften Gebäude in nichts nach. Selbst technisch ist das Gebäude auf dem neuesten Stand: Es hat eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, kann klimatisiert werden und verfügt über eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

„Entstanden ist all das unter enormen Zeitdruck“, betont gmmg-Betriebsleiter Raimund Eckers. Erst im Juni 2025 wurde politisch der Durchführungsbeschluss gefasst.

Interimsgebäude für neue Gesamtschule Breite Straße
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Von einem Provisorium nichts zu spüren

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Foto: Andreas Baum

Der zweigeschossige L-förmige Bau liegt mit dem kurzen Schenkel direkt an der Breite Straße. Der Haupteingang ist auf der Schulhofseite. Auf dem 4 000 Quadratmeter großen Schulhof befinden sich bereits Sitz- und Pflanzelemente, ein großer Bereich mit Spielgeräten und spiralförmige Fahrradständer. Der Rasen ist frisch ausgesät.

Im Gebäudeinnern wurden acht allgemeine Unterrichtsräume umgesetzt, sodass Platz für zwei Schuljahrgänge à vier Klassen ist. Dazu kommen drei Differenzierungsräume. Kleine höhenverstellbare Tische mit Rollen sind als Lehrerpulte im Einsatz. Zusätzlich gibt es zwei höhenverstellbare Tische pro Klasse.

Der Unterrichtsraum für Kunst und Musik wartet noch auf seine Einrichtung. Und auch im naturwissenschaftlichen Fachraum ist es noch gänzlich leer. Doch auch hier sind das Mobiliar und die Lehrmittel schon bestellt. Von Mikroskopen bis hin zu Tierpräparaten ist alles dabei. Nahezu voll ausgestattet ist hingegen der Raum für den Technik-Unterricht. Hier stehen Werkbänke für die Schülerinnen und Schüler, hier warten Schleifmaschine, Schraubzwingen und Stechbeitel auf ihren Einsatz. Auch in der Lehrküche stehen Herd und Ofen, Spülen und Kühlschränke bereit und können nach abschließenden Installationsarbeiten genutzt werden.

Besonders farbenfroh geht es in der Bücherei zu. Während die Bücher noch nicht angekommen sind, stehen farbige Sitzelemente in orange und blau im Raum verteilt. Schallschutzelemente an den Seiten einiger Sitzbänke sorgen für eine konzentrierte Leseatmosphäre. Im pädagogischen Konzept ist vorgesehen, dass auch die Bücherei als Unterrichtstraum mit genutzt werden kann.

Gemütlich sieht es im Raum für die Schulsozialarbeit aus. Und das ist kein Zufall. Die Couches und Sessel, die rund um einen kleinen Glastisch angeordnet sind, schaffen eine nicht-konfrontative Wohlfühlatmosphäre – ideal etwa für Streitschlichtungsgespräche. Auch eine therapeutische Liege ist bestellt. Sie wird sich, ebenso wie eine Sprossenwand zum Klettern, im Psychomotorikraum befinden. In diesem sollen auch therapeutische Behandlungen wie Ergotherapie oder Logopädie ermöglicht werden.

Am 2. September wird die Schule dann feierlich eröffnet und der Schulbetrieb beginnt. Bis spätestens 2029 soll auf der derzeit unbebauten Grundstücksfläche der erste Bauabschnitt des permanenten Schulgebäudes errichtet werden.

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