58. Jakobbrunnenfest in Neuwerk Mal zwei Stunden abschalten

Neuwerk · Am Sonntag, 26. Juli, 11 Uhr, ist es wieder soweit: Beim vielleicht schönsten Nachbarschaftsfest am Niederrhein ist Anstich und Startschuss für zwei bierselige und gesellige Stunden. Zum 58. Mal Jakobbrunnenfest auf dem Peter-Schumacher-Platz in Neuwerk – Prost!

Anstoßen auf das 58. Jakobbrunnenfest (v.l.): Tim Eickels, Ratsherr Neuwerk, Volker Küppers, stellvertretender Bezirksvorsteher Mönchengladbach-Ost, Franz D. Meurers, Vorstand Volksbank Mönchengladbach, Christopher Muthig, Verkaufsleiter Gastronomie Bolten Brauerei.

Foto: Andreas Baum

Nur noch eine Woche, dann ist es so weit: Auf dem Peter-Schumacher-Platz wird ein Fass aufgemacht – um 11 Uhr vormittags. Und bei dem einen Fass wird es erfahrungsgemäß nicht bleiben. Es ist Jakobbrunnenfest und wie in jedem Jahr kommen Neuwerker und Freunde von Neuwerk, große, kleine, junge und alte Menschen von überall her, um zu schauen, wer noch so gekommen ist, um anzustoßen, zu plaudern, zu lachen und einfach zusammen eine schöne Auszeit zu genießen. Rund 1 000 Besucher waren es im letzten Jahr.

„Wir freuen uns, dass wir am Sonntag wieder die Hähne aufmachen können“, sagt Christopher Muthig, Verkaufsleiter Gastronomie bei der Bolten Brauerei, die auch in diesem Jahr wieder reichlich Flüssiges für die „durstige Meute“ spendiert: rund 800 Liter Hannen Alt, dazu das alkoholfreie „oh!“ von Bolten, Malzbier und Wasser für Kinder und alle, die „kein Bier vor vier“ trinken mögen. Das Prozedere ist wie gehabt: Für 3 Euro gibt’s ein Glas, das dann an den verschiedenen Zapfstationen bis 13 Uhr beliebig oft gefüllt werden kann. Und das ist auch schon das ganze „Programm“.

Wie gut so ein einfaches Fest funktionieren kann, beweisen die Neuwerker Jahr für Jahr. Franz D. Meurers vom Vorstand der Volksbank Mönchengladbach, ist immer wieder begeistert. „Die Volksbank hat ihren historischen Sitz in Neuwerk, erklärt er. „Wir verlieren unsere Wurzeln nicht, freuen uns jedes Jahr auf diese Traditionsveranstaltung und fühlen uns mit den Menschen vor Ort verbunden.“

Wie in jedem Jahr wird die Volksbank die durch den Gläserverkauf erzielten Einnahmen großzügig aufrunden. Und wie immer kommt das Geld einem lokalen Verein zugute. Diesmal ist es der Radsportverein RV Adler 1901 MG-Neuwerk e.V. mit der Kernkompetenz Kunstradfahren, der in diesem Jahr 125-jähriges Jubiläum feiert.

Meurers erinnert sich mit Freude daran, wie gut die Finanzspritze im letzten Jahr bei den Pfadfindern St. Georg Bettrath angekommen ist. „Die waren überglücklich!“

Dass Volker Küppers, stellvertretender Bezirksvorsteher MG-Ost, am 26. Juli voraussichtlich stellvertretend für seinen Nachfolger Ralf Kremer das erste Fass anschlagen wird – Ehrensache. „Die Menschen im Quartier haben die Veranstaltung in den letzten Jahren so gut angenommen“, sagt er – und erinnert dann an den im Oktober ’25 verstorbenen Neuwerker Künstler Willi Wirtz, der viele Jahre den Gläsern mit seinen Glasmotiven Ausdruck verliehen hat. „Es ist das erste Jakobbrunnenfest ohne ihn...“ Der Neuwerker Ratsherr Tim Eickels verspricht, eine kurze Ansprache zu halten. Was ihm auch noch wichtig ist: „Danke zu sagen – an alle Ehrenamtlichen und Helfer, an Polizei und Feuerwehr und ganz besonders an die St. Maria Junggesellen-Bruderschaft Neuwerk, die wieder den Bierausschank übernimmt. Ohne die läuft am Hahn nichts!“