Der gemeinnützige Verein „Music to go“ präsentiert „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber in einer moderierten Kurzfassung, die berühmte Arien enthält und Handlungsstränge zusammenfassend erzählt. Im niederschwellig aufbereiteten Opernklassiker steckt moderner Stoff: Es geht um sozialen Druck, Prüfungsangst, Korruption... Der Jägerbursche Max will seine große Liebe Agathe heiraten – doch zuvor muss er sich vor der gesamten Gesellschaft mit einem „Probeschuss“ beweisen. Trifft er nicht, wird ihm die Ehe mit der Tochter des fürstlichen Erbförsters verwehrt. So lässt sich Max aus Versagensängsten heraus zu einem gefährlichen Pakt mit dem Teufel überreden. Das mystische Abenteuer im Spannungsfeld zwischen Liebe und Schützenfest beginnt.
Die Vorstellung dauert etwa 90 Minuten und der Eintritt ist frei, damit jede und jeder den Zugang zum Opernerlebnis erhält: Junge und Alte, Opernfans ebenso wie Interessierte und Neugierige. Die Moderatorin und Initiatorin Désirée Brodka erzählt zwischen den Akten Wissenswertes über diese Oper und leitet von einer Szene zur nächsten über. Dadurch erhalten die Besucher ein besseres Verständnis für klassische Musik im Allgemeinen und über dieses Werk im Speziellen. „Wir freuen uns sehr, dieses an anderen Orten wie Düsseldorf oder Neuss bereits begeistert gefeierte Format in unserer Stadt präsentieren zu können“, so Nina Nierwetberg vom Kulturamt Korschenbroich. „Die Atmosphäre hat wenig mit dem gemeinhin strengen Korsett der Oper zu tun, sondern sie ist entspannt und locker. Wir werden den Kirchplatz mit Sitzgelegenheiten versehen. Das Publikum kann gerne auch eigene Hocker oder Kissen mitbringen – und je nach Wetter gerne auch Fächer…“ Bestes Wetter wird erhofft. Sollte es jedoch in Strömen regnen, kann die Aufführung spontan in den Pfarrsaal verlegt werden.
Désirée Brodka produzierte in NRW unter Trägerschaft des gemeinnützigen Vereins „MUSIC TO GO e.V.“ bislang die Produktionen „Der Vogelhändler“ von Carl Zeller (2017), „Die lustige Witwe“ von Franz Lehár (2018), „La Traviata“ von Verdi (2019), „La Bohème“ von Puccini (2021), „L’elisir d’amore“ von Donizetti (2022), „Die Fledermaus“ von J. Strauß (2023), „Die Csárdásfürstin“ von Kálmán (2024) und „Così fan tutte“ von Mozart (2025).