Immer für den Ernstfall vorbereitet Besuch im DRK-Katastrophenschutzzentrum

Güdderath · Flutkatastrophen, Hitzewellen, Waldbrände oder Stromausfälle zeigen immer wieder: Wenn Menschen in Not geraten, muss Hilfe schnell, professionell und verlässlich vor Ort sein. Damit das gelingt, bereitet sich das Deutsche Rote Kreuz lange vor möglichen Krisenlagen auf den Ernstfall vor. Einen Eindruck von dieser wichtigen Arbeit vermittelte ein Austausch von Politik und DRK im Katastrophenschutzzentrum des DRK-Landesverbandes Nordrhein.

Innenminister Herbert Reul (3.v.l.) und der DRK-Bundesvorsitzende Hermann Gröhe (2.v.l.) mit Vertretern des DRK und den Landtagsabgeordneten Vanessa Odermatt und Jochen Klenner.

Foto: DRK/Christian Holthausen

Im Mittelpunkt stand der Besuch des neuen DRK-Bundesvorsitzenden Hermann Gröhe aus Neuss, der früher Bundesgesundheitsminister war. Begleitet wurde er von NRW-Innenminister Herbert Reul. Gastgeber war der DRK-Landesverband Nordrhein, der bei einem Rundgang Einblicke in Aufgaben, Strukturen und Herausforderungen des Bevölkerungsschutzes gab. Ebenfalls vor Ort waren die Landtagsabgeordneten Vanessa Odermatt und Jochen Klenner, sowie die stellvertretende Mönchengladbacher DRK-Vorsitzende Hildegard Wester.

Besprochen wurden unter anderem die Fragen, wie der Katastrophenschutz in der Region aufgestellt ist und wie er auch in Zukunft leistungsfähig bleiben kann. Auf mehr als 3 600 Quadratmetern werden in Güdderath unter anderem Zelte, Feldbetten, Notstromaggregate, Trinkwassertechnik, Spezialfahrzeuge und weiteres Einsatzmaterial vorgehalten. Im Ernstfall kann damit schnell und koordiniert geholfen werden.

Bei dem Besuch ging es auch um aktuelle Herausforderungen und künftige Entwicklungen im Bevölkerungsschutz. Dazu gehören die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement, die Ausstattung der Einsatzkräfte und die Anforderungen an eine moderne Krisenvorsorge. Besonders deutlich wurde die Bedeutung des Ehrenamts. Mehr als 90 Prozent der Kräfte im Zivil- und Katastrophenschutz engagieren sich ehrenamtlich. Sie stellen ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit, üben regelmäßig, bilden sich fort und sind im Ernstfall bereit, anderen zu helfen.

„Dieses Engagement verdient großen Respekt – aber Respekt allein reicht nicht aus“, waren sich alle einig. „Wer im Katastrophenschutz Verantwortung übernimmt, braucht verlässliche Unterstützung, moderne Ausstattung und faire Rahmenbedingungen. Dazu gehört auch eine bessere Anerkennung von Einsatz- und Übungszeiten. Helfer der Hilfsorganisationen sollten hier mit Feuerwehr und THW gleichgestellt werden“, so der Wunsch des DRK.

Der Besuch in Güdderath machte allen deutlich: Katastrophenschutz ist weit mehr als die Bewältigung akuter Schadenslagen. Er lebt von sorgfältiger Vorbereitung, funktionierenden Strukturen und dem Engagement vieler Ehrenamtlicher, die bereitstehen, um Menschen in Not zu helfen.

Start mit Booster
NEW-Musiksommer ab Sonntag in der Konzermuschel Start mit Booster