Ursprünglich war nach dem Abzug der britischen Streitkräfte vorgesehen, große Teile des Areals wieder zu Natur- und Landschaftsflächen zu entwickeln. Stattdessen wird das Gelände seit Jahren immer wieder für unterschiedliche Nutzungen ins Spiel gebracht – von Festivalplänen über Kompensationsflächen bis hin zu einem Gewerbegebiet und einer geplanten Abschiebehaftanstalt.
Grüne und NABU sehen darin eine verpasste Chance für Natur-, Arten- und Klimaschutz. Das weitgehend renaturierte Gelände könne einen wichtigen Beitrag zur Kühlung der Stadt leisten und als zusammenhängende Grünfläche die Folgen zunehmender Hitzeperioden abmildern. Eine weitere Versiegelung stehe im Widerspruch zu den Zielen von Entsiegelung und Begrünung, die bundesweit als zentrale Maßnahmen für den Hitzeschutz gelten.
Darüber hinaus habe sich das Gelände in den vergangenen Jahren zu einem wertvollen Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten entwickelt. Nach Einschätzung der Naturschutzverbände bieten die Wald- und Freiflächen Lebensräume für geschützte Vogelarten sowie für seltene Fledermäuse und andere streng geschützte Arten. Eine weitere Bebauung würde diese Lebensräume zerschneiden und den ökologischen Wert des Gebietes dauerhaft beeinträchtigen.
„Mönchengladbach braucht eine gemeinwohlorientierte Entwicklung des JHQ – mit mehr Natur-, Arten- und Klimaschutz sowie nachhaltigen Arbeitsplätzen statt weiterer Flächenversiegelung“, erklären die Initiatoren.
In den kommenden Wochen informieren Grüne, NABU und Dein Bezirk West! mit Infoständen auf Wochenmärkten und einem Waldspaziergang im Hardter Wald (s. Infokasten) über die Auswirkungen der aktuellen Planungen auf Stadtklima, Artenvielfalt, Natur und Gesellschaft. Mehr Info unter gruene-mg.net und nabu-mg.de.