Die Veranstaltung war ein wichtiger Meilenstein beim Aufbau eines stadtweiten Netzwerks. Es soll die Kinder- und Jugendbeteiligung in Mönchengladbach langfristig stärken und die Zusammenarbeit der beteiligten Akteuren verbessern. Im Rahmen eines Pilotverfahrens zum Strukturwandel wird der Prozess von der Zukunftsagentur Rheinisches Revier und Zebralog begleitet.
Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Staatssekretär Lorenz Bahr aus dem Landesministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration, Beigeordneter Sebastian Dreyer sowie der Vorstand des Jugendparlaments Mönchengladbach besuchten den Fachtag und unterstützten die Veranstaltung mit ihren Beiträgen. Die Initiative aus Mönchengladbach wurde dabei als beispielhafter Ansatz für die Entwicklung verbindlicher Beteiligungsstrukturen hervorgehoben.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen der fachliche Austausch, die Vernetzung und die Weiterentwicklung des Netzwerks. In Workshops und Open-Space-Sessions diskutierten die Teilnehmenden unter anderem den Qualitätsrahmen, das entstehende Positionspapier, Beteiligungsformate, junge Perspektiven im Strukturwandel sowie die künftige Arbeitsweise des Netzwerks.
Ein zentrales Ergebnis des Fachtags war die breite Zustimmung zum entwickelten Qualitätsrahmen. Die Teilnehmenden sprachen sich zugleich dafür aus, ein Netzwerk mit verlässlichen Strukturen als dauerhafte Plattform für Austausch, Zusammenarbeit und Qualitätsentwicklung aufzubauen. Großen Zuspruch fand dabei auch die gemeinsame Vision, Kindern und Jugendlichen in allen Lebensphasen die Möglichkeit zu geben, ihre Interessen einzubringen und ihre Stadt mitzugestalten.
Auch die Rückmeldungen der jungen Teilnehmer zeigten, dass der Fachtag positiv aufgenommen wurde. Sie berichteten von neuen Kontakten und einer offenen Atmosphäre. Zugleich beschrieben sie, dass sie ihre Beteiligung als wertgeschätzt empfanden und sich in ihrer Rolle gestärkt fühlten.
Für einen weiteren Impuls sorgte Florian Hupe, Vorsitzender des Jugendparlaments Mönchengladbach. Mit seinem Appell, „raus aus der Passivität“ zu kommen, Hoffnung zu machen und sich aktiv einzubringen, griff er ein zentrales Anliegen vieler Teilnehmender auf und unterstrich, dass gelingende Beteiligung vom Engagement aller lebt.
Der Fachtag hat gezeigt, dass der geplante Aufbau des Netzwerks auf breite Unterstützung stößt. Die Ergebnisse werden im nächsten Schritt ausgewertet und in ein Positionspapier eingearbeitet. Es bildet die Grundlage für die dauerhafte und verbindliche Weiterentwicklung des Netzwerks für Kinder- und Jugendbeteiligung in Mönchengladbach. Das Positionspapier soll im September dem Jugendhilfeausschuss vorgestellt werden.