Das Land NRW hat einen Pauschalvertrag mit der GEMA vereinbart, der bestimmte gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Organisationen, deren Arbeit überwiegend ehrenamtlich getragen wird, finanziell stark entlastet. Die Landesregierung setzt damit einen Beschluss des Landtags um, der auf eine Initiative der Koalitionsfraktionen zurückgeht.
„Mit unserer Initiative stärken wir Gemeinschaft, sowie das Ehrenamt und entlasten vor allem kleine Vereine”, erklärt Lena Zingsheim-Zobel Abgeordnete aus Mönchengladbach. „Für bis zu vier Veranstaltungen im Jahr müssen sie ab Juli keine GEMA-Gebühren mehr zahlen. Sie haben mehr Geld für die eigentlichen Zwecke ihrer Arbeit zur Verfügung, anstatt Kosten für die Musiknutzung etwa bei ihrem Sommerfest decken zu müssen.“
Für die Finanzierung stellt das Land bis einschließlich 2027 drei Millionen Euro zur Verfügung. Übernommen werden die GEMA-Kosten für bis zu vier eintrittsfreie Vereinsfeste pro Jahr mit einer Veranstaltungsfläche von maximal 500 Quadratmeter, zum Beispiel Sommerfeste, Jubiläen oder Maibaumaufstellen. Ausgeschlossen sind unter anderem Veranstaltungen mit Eintritt, Konzerte, Sportveranstaltungen oder Festumzüge. Denn bei der GEMA existieren darüber hinaus weitere Rahmenvereinbarungen mit Vereinen oder Verbünden, von denen auch ehrenamtlich getragene Strukturen, wie etwa Sportvereine, profitieren können.
Die Vereine müssen ihre Veranstaltung im GEMA-Onlineportal anmelden, damit das Land die Lizenzkosten übernimmt. Welche Vereine und Veranstaltungen von der neuen Regelung profitieren ist hier nachzulesen: https://www.gema.de/de/musiknutzer/kampagnen/ehrenamtliche-vereine-in-nrw.