Menschen mit Sprachkenntnissen in Kurdisch, Türkisch, Arabisch, Mazedonisch, Farsi, Dari, Rumänisch und Bulgarisch gesucht Wer wird ehrenamtlicher Sprachmittler?

Mönchengladbach · Ehrenamtliche Sprachmittler haben beim Jahresaustausch Erfahrungen ausgetauscht und über Herausforderungen gesprochen, um ihre Arbeit gemeinsam weiterzuentwickeln. Das Kommunale Integrationszentrum sucht weitere Interessierte verschiedener Sprachgruppen.

Jürgen Fischer, Leiter des Kommunalen Integrationszentrums, und die Integrationsbeauftragte Firdas Ziani danken den Ehrenamtlichen des Laiensprachmittlungspools für ihr Engagement.

Foto: Stadt MG/Markus Rick (rick)

Ehrenamtliche Helfer aus dem Laiensprachmittlungspool des Kommunalen Integrationszentrums (KI) der Stadt Mönchengladbach leisten einen wichtigen Beitrag zur Integration.

Mehr als 100 Ehrenamtler engagieren sich derzeit im zentralen Laiensprachmittlungspool der Stadt und unterstützen Übersetzungen in rund 46 Sprachen und Dialekten. Sie helfen dabei, Sprachbarrieren in Kindertagesstätten, Schulen, Beratungsstellen und anderen öffentlichen Einrichtungen zu überwinden und leisten so einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe und Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Austauschs stand neben einem fachlichen Input der Referentin Milana Nauen vor allem der Dialog untereinander. Nach dem sogenannten World-Café-Prinzip diskutierten die Teilnehmer in wechselnden Gruppen über aktuelle Herausforderungen, bewährte Vorgehensweisen, interkulturelle Kompetenzen und ethische Fragestellungen aus ihrer ehrenamtlichen Praxis. Ziel war es, voneinander zu lernen, das Netzwerk zu stärken und neue Impulse für die tägliche Arbeit mitzunehmen.

„Unsere Sprachmittlerinnen und Sprachmittler leisten einen unschätzbaren Beitrag für das Zusammenleben in unserer Stadt. Sie helfen Menschen in oft schwierigen Situationen, sich zu verständigen und Zugang zu wichtigen Angeboten zu erhalten. Für dieses Engagement möchte ich mich herzlich bedanken“, sagt Jürgen Fischer, Leiter des Kommunalen Integrationszentrums. „Gleichzeitig freuen wir uns über weitere Menschen, die ihre Sprachkenntnisse und interkulturellen Kompetenzen einbringen möchten. Je größer unser Pool ist, desto flexibler können wir auf Anfragen reagieren.“

Auch die Integrationsbeauftragte Firdas Ziani würdigte das ehrenamtliche Engagement: „Sprachmittlung schafft Verständigung, Vertrauen und Teilhabe. Die Ehrenamtlichen schlagen Brücken zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und ermöglichen Begegnungen auf Augenhöhe. Dafür gebührt ihnen großer Dank und Anerkennung.“

Die Nachfrage nach Sprachmittlungen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Ehrenamtlichen werden regelmäßig bei Beratungsgesprächen, Schulanmeldungen, in Kindertagesstätten oder sozialen Einrichtungen eingesetzt.

Das Kommunale Integrationszentrum sucht deshalb weitere Interessierte. Besonders gefragt sind derzeit Menschen mit Kenntnissen in den Sprachen Kurdisch Kurmanci, Kurdisch Sorani, Türkisch, Arabisch, Mazedonisch, Farsi, Dari, Rumänisch und Bulgarisch. Voraussetzungen sind die Volljährigkeit, ein erweitertes Führungszeugnis ohne Eintrag sowie die Bereitschaft, an einer kostenlosen Grundqualifizierung und regelmäßigen Fortbildungen teilzunehmen. Interessierte können sich per E-Mail an [email protected] wenden oder unter 0 21 61/25 53 784 melden.

Der Laiensprachmittlungspool wird durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Wer wird ehrenamtlicher Sprachmittler?
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