Ausschuss für Umwelt und Mobilität muss Plänen am 25. Juni zustimmen Hofstraße soll fahrradfreundlicher werden

Mönchengladbach · Die Hofstraße soll zwischen Theodor-Heuss-Straße und Rheydter Straße fahrradfreundlicher werden und dennoch leistungsfähig bleiben. Auch soll die Blaue Route eine sichere Querungsmöglichkeit erhalten.

Der obere Abschnitt der Hofstraße zwischen Theodor-Heuss- und Rheydter Straße ist für Zweiradfahrer gefährlich. Radwegansätze münden sofort wieder in die stark befahrene Straße.

Foto: Petra Käding

Nur 200 Meter Hofstraße sind es, die in Hermges die Theodor-Heuss-Straße und die Rheydter Straße verbinden. Als Bindeglied zwischen den beiden Verkehrsachsen kommt dem Straßenstück eine hohe Bedeutung zu – auch für den Radverkehr. Zumal die Fahrradstraße Blaue Route in diesem Abschnitt die Hofstraße kreuzt.

Mit einem Umbau des Straßenabschnitts möchte die Stadtverwaltung jetzt die Sicherheit für Radfahrer verbessern und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Straße erhalten. Den Plänen muss der Ausschuss für Umwelt und Mobilität in seiner Sitzung am 25. Juni zustimmen.

„Mit dem Fahrradweg an der Hofstraße schließen wir eine wichtige Netzlücke für den innerstädtischen Radverkehr und schaffen Sicherheit auf einem wichtigen Zubringer für die Blaue Route“, sagt Mobilitätsdezernentin und Technische Beigeordnete Claudia Schwan-Schmitz. „Gleichzeitig gestalten wir eine Straße um, die Teil des städtischen Vorrangstraßennetzes ist. Deswegen haben wir hier mit viel Augenmaß so geplant, dass die Leistungsfähigkeit des Straßenabschnitts erhalten bleibt.“

Bislang fahren Radfahrer in diesem Teil der Hofstraße auf der Fahrbahn. Bei rund 15 000 Fahrzeugen am Tag und Tempo 50 ist das Mitfahren im Mischverkehr aber keine sichere Lösung. Stattdessen sollen Radfahrer künftig auf einem eigenen Radweg im Seitenbereich fahren. Dieser wird 2 Meter breit und erhält 75 cm Sicherheitsabstand zur Fahrbahn. Auch der Gehweg bietet mit mehr als 2 Metern Breite ausreichend Platz für Rollatoren, Rollstühle oder Kinderwagen.

Während die Fahrspuren im Kreuzungsbereich zur Theodor-Heuss-Straße lediglich etwas anders markiert werden, verändert sich die Straßengestaltung an der Ecke zur Rheydter Straße stärker. Die eigene Spur für Rechtsabbieger in die Rheydter Straße soll entfallen, sodass im Seitenbereich ausreichend Platz für den Radweg, eine Ladezone und ein Pflanzbeet entsteht. Damit der Verkehr trotz der Änderung ausreichend fließen kann, müssen die Grünphasen für querende Fußgänger leicht verkürzt werden.

Eine weitere Neuerung betrifft die Blaue Route. Radfahrer auf der Fahrradstraße sollen künftig auf direktem Weg die Hofstraße kreuzen können. Dazu werden sie im letzten Stück der Richard-Wagner-Straße diagonal bis auf Höhe der Buscherstraße geführt. An dieser Stelle wird in der Fahrbahnmitte der Hofstraße eine sieben Meter breite Verkehrsinsel errichtet. Der Autoverkehr wird hier in beide Richtungen auf eine Spur verengt, hat aber weiterhin Vorfahrt. So sollen Rückstaus in den Kreuzungsbereich verhindert werden. Für den Radverkehr wird es dadurch zwar nicht immer schneller, aber sicherer. Denn bislang kommt es beim Queren zu gefährlichen Situationen, wenn das Auto der einen Spur auf seine Vorfahrt verzichtet, der Wagen auf der Nebenspur aber nicht.

Auch die Teilhaltestellen der Bushaltestelle Hermges auf der Theodor-Heuss-Straße sollen im Zuge der Maßnahme barrierefrei umgebaut werden. Die beiden Haltestellen an der Nordseite der Hofstraße werden ein Stück verlegt, um den Umstieg zu erleichtern. Durch den Umbau entfallen 15 Parkplätze, für die aber gemäß einer bei der Planung durchgeführten Parkraumerhebung ausreichend Ersatz in den angrenzenden Straßenzügen besteht. Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf voraussichtlich rund 1,2 Millionen Euro.

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