Die Mönchengladbacher Grünen-Landtagsabgeordnete Lena Zingsheim-Zobel hat den Anstieg rechtsextremer Straftaten in Mönchengladbach kritisiert: „Betroffene rechter Straftaten sind auf unseren Schutz vor Angriffen sowie Hass und Hetze angewiesen“. Im Jahr 2025 seien in Mönchengladbach 139 politisch rechts motivierte Straftaten erfasst worden. Damit gehöre Mönchengladbach zu den zehn Orten in NRW mit den meisten rechtsextremen Straftaten. 2024 waren es noch 78. Die Daten habe die Grüne Landtagsfraktion beim NRW-Innenministerium eingeholt. Auch in ganz NRW seien die politisch rechts motivierten Straftaten erneut angestiegen – von 5 641 Taten in 2024 auf 6 268 im Jahr 2025, das ist ein Plus von rund elf Prozent. Damit wurden in NRW so viele rechtsextreme Straftaten angezeigt wie noch nie seit Einführung des Erfassungssystems im Jahr 2001.
„Jeden Tag werden in NRW im Schnitt 17 rechtsextreme Straftaten verübt. Es ist unerträglich, dass die Anzahl der rechtsextremen Straftaten landesweit und auch bei uns vor Ort zunimmt”, sagt Lena Zingsheim-Zobel. „Wir müssen uns als Gesellschaft dagegenstellen, dass viele Menschen alltäglich mit diskriminierenden und menschenverachtenden Äußerungen und Angriffen konfrontiert sind. Jede und jeder ist aufgefordert, menschenverachtendem Gedankengut entschieden zu widersprechen. ”
Landesweit wurden laut einer Pressemitteilung 13 Prozent mehr antisemitische Straftaten verübt (695 in 2024, 786 in 2025). Bei den islamfeindlichen Straftaten gab es einen leichten Rückgang um zwei Prozent (338 in 2024, 330 in 2025). Die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Orientierung ist um 27 Prozent angestiegen (203 in 2024, 257 in 2025) und es wurden 47 Prozent mehr antiziganistische Straftaten erfasst (30 in 2024, 44 in 2025). Alarmierend ist zudem, dass die Anzahl der Gewalttaten um 24 Prozent gestiegen ist (154 in 2024,191 in 2025).
„Als schwarz-grüne Koalition stellen wir uns entschieden dem Rechtsextremismus entgegen. So haben wir beispielsweise die Finanzierung der Beratungsstellen gegen Rechtsextremismus erhöht, die Landeszentrale für politische Bildung gestärkt und weitere Meldestellen für rassistische Vorfälle und Queerfeindlichkeit eingerichtet.” Die Grüne Landtagsfraktion erfragt seit 2011 jährliche Details zur politisch motivierten Kriminalität rechts sowie zu einzelnen Phänomenen der Hasskriminalität ab.