Allianz für Wärmewende Mönchengladbach gegründet Mammutaufgabe gemeinsam stemmen

Mönchengladbach · Die Stadt Mönchengladbach hat gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Energieversorgung, Handwerk und Verbraucherschutz die „Allianz für die Wärmewende Mönchengladbach“ gegründet. Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung setzen die Beteiligten ein deutliches Zeichen für eine enge Zusammenarbeit bei der Transformation der Wärmeversorgung.

Haben die Allianz für Wärmewende unterschrieben Oberbürgermeister Felix Heinrichs (vorne rechts) für die Stadt Mönchengladbach), Jürgen Steinmetz (vorne links) für die IHK Mittlerer Niederrhein sowie dahinter (von rechts) Jan Schneider (Verein ZukunftsHandwerk Energie + Klima), Friedhelm Lange (Wirtschaftsförderung), Frank Kindervatter (NEW AG), Torsten Rose (Kreishandwerkerschaft) und Nazime Kirici (Verbraucherzentrale). Auch die Technische Beigeordnete der Stadt Claudia Schwan-Schmitz (2.v.l.) unterstützt die Allianz.

Foto: Markus Rick (rick)

Zu den Unterzeichnenden gehören die Stadt Mönchengladbach, die Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein, die Kreishandwerkerschaft Mönchengladbach, die NEW AG, die Wirtschaftsförderung Mönchengladbach (WFMG), der Verein ZukunftsHandwerk Energie + Klima e. V. sowie die Verbraucherzentrale Mönchengladbach.

Die Allianz versteht sich als freiwilliges Netzwerk, das Kompetenzen bündelt, den Austausch fördert und die rund 30 konkrete Maßnahmenpakete zur Wärmewende voranbringen soll. Ziel ist es, die Wärmeversorgung in Mönchengladbach schrittweise klimaneutral zu gestalten – sozial ausgewogen, wirtschaftlich tragfähig und verlässlich.

Ende 2024 hat Mönchengladbach als erste Großstadt in Nordrhein-Westfalen die kommunale Wärmeplanung im Zusammenhang mit dem Energiekonzept beschlossen und damit die Leitplanken für die Dekarbonisierung der Energieversorgung in der Stadt gesetzt. Für eine erfolgreiche Umsetzung setzt die Verwaltung Rahmenbedingungen und geht an ihren eigenen Liegenschaften mit gutem Beispiel voran. Doch für ein Gelingen der Wärmewende braucht es vor allem ein erfolgreiches Zusammenspiel der unterschiedlichen Partner, die sich nun in der Allianz zusammengeschlossen haben.

„Um die Energieversorgung in Mönchengladbach bis 2045 klimaneutral aufzustellen, muss fast jedes Gebäude und jede Straße angepackt werden. Mit der Allianz schaffen wir eine starke Plattform, auf der Verwaltung, Wirtschaft, Energieversorgung, Handwerk und Verbraucherschutz ihre Kompetenzen bündeln und gemeinsam Verantwortung übernehmen. Gemeinsam können wir diese Mammutaufgabe stemmen“, so der Oberbürgermeister.

In ihrer Zusammensetzung bildet die Allianz die unterschiedlichen Facetten ab, die für ein Gelingen der Wärmewende erforderlich sind. Dazu zählen einerseits infrastrukturelle Maßnahmen wie die Stärkung der Stromverteilnetze und den Aufbau von Wärmenetzen, andererseits Informations- und Beratungsangebote für Gebäudeeigentümer und Unternehmen, die energetische Maßnahmen an ihren Objekten ergreifen müssen. Wichtig ist auch die Einbindung der Wirtschaft und des Handwerks, das als zentrales Bindeglied die vielfältigen Maßnahmen umsetzen muss. Durch Qualifizierungsangebote, Fördermittelberatung und Pilotprojekte sollen für die Betriebe Planungssicherheit geschaffen und Innovationen sichtbar gemacht werden.

Die Partner betonen ausdrücklich, dass die Allianz technologieoffen arbeitet und pragmatische Lösungen in den Mittelpunkt stellt. Gleichzeitig soll die Wärmewende für Bürger bezahlbar bleiben. Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Vereine und Verbände sind eingeladen, sich dem Netzwerk anzuschließen und die Wärmewende in Mönchengladbach aktiv mitzugestalten. Künftig soll ein Allianzforum mindestens zweimal jährlich zusammenkommen. Zudem sind thematische Arbeitsgruppen vorgesehen.

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