Wer in diesen Tagen Post von der Polizei erhält, hat die Chance, an der neuen Erhebungswelle der Dunkelfeldstudie „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland“ (SKiD) teilzunehmen.
Doch natürlich ist Vorsicht geboten. „Wir raten Ihnen dazu, immer genau zu prüfen, ob Schreiben echt sind, um Betrugsversuche auszuschließen“, sagt Ingo Wünsch, Direktor des Landeskriminalamtes NRW. „Das gilt genauso für unseren Fragebogen, auch wenn es nicht um sensible Kontodaten oder Ähnliches geht. Daher bekommen Sie mit dem ersten Anschreiben ein Informationsblatt zur Überprüfung der Echtheit. Sollten Sie also zu den 20 000 Menschen ab 16 Jahren aus NRW zählen, die zu Forschungszwecken angeschrieben werden, prüfen Sie das Schreiben kritisch und helfen Sie, mit Ihren Angaben die polizeiliche Arbeit weiter nach vorne zu bringen.“
Das Ausfüllen dauert nicht länger als etwa 30 bis 45 Minuten. „Die Informationen, um die wir Sie bitten, beziehen sich auf persönliche Erfahrungen mit Kriminalität, das Anzeigeverhalten und das Sicherheitsgefühl“, informiert Dr. Maike Meyer, Leiterin des Dezernats zur Kriminalprävention beim LKA NRW.
„Wir möchten das Dunkelfeld aufhellen und noch besser verstehen, wo Menschen Unsicherheiten verspüren – nicht nur zu Forschungszwecken, sondern auch, um nachhaltige Präventionsstrategien zu entwickeln und das Vertrauen in die Polizei zu stärken“, sagt Dr. Maike Meyer. In NRW werden in jeder Erhebungswelle wechselnde Themen intensiver beleuchtet: Im ersten Durchlauf ging es um das Sicherheitsempfinden im öffentlichen Raum, im zweiten um die Frage, in welchen Situationen Zivilcourage gezeigt und wann Notrufe getätigt werden. „Jetzt führen wir die dritte Erhebungswelle durch und fragen gezielt nach der Wahrnehmung von Bedrohungsszenarien und polarisierenden Einstellungen.“
Wer ausgewählt wurde, erhält in diesen Tagen zunächst ein offizielles Ankündigungsschreiben. Ende des Monats folgt der Fragebogen. „Den können Sie entweder schriftlich ausfüllen und kostenlos zurückschicken oder online per QR-Code beantworten“, informiert Dr. Maike Meyer. Die Befragten wurden per Zufallsprinzip aus den Einwohnermelderegistern gezogen. Ein Anonymisierungsverfahren schützt personenbezogene Daten. „Das Institut Verian erfragt die Daten und am Ende erhalten wir anonymisierte Ergebnisse, ohne Namen oder Adressen.“ Die Zufallsauswahl sorgt dafür, dass das Bild der Bevölkerung aussagekräftig ist.
Mehr Info gibt’s auf der Homepage des Bundeskriminalamtes.