Ein sprichwörtlich segensreicher Abend bei der Musical-Premiere von „Sister Act“ im Duisburger Theater am Marientor. Bereits vor Showbeginn war die Stimmung richtig gut, das Bühnenbild machte gleich neugierig auf das, was das wohl kommen sollte. Dann endlich der Showbeginn und ein Halleluja für ein wirklich mitreißendes Musical.
Dabei orientiert sich das Musical nah am bekannten Film „Sister Act“ mit Whoppi Goldberg aus dem Jahr 1992 - auch wenn manch einer klassische Gospels wie „Oh happy Day“ vermissen mag. Trotzdem überzeugt das Musical nicht nur durch tolle Show-Elemente oder einer Bühnenkulisse, denn vor allem auch durch den mitreißenden Gesang der Darsteller und Tänzer.
Sie schaffen es spielend leicht, das Publikum in ihren Bann zu ziehen - mitklatschen, mittanzen einfach obligatorisch. Man kann gar nicht anders!
Die Nachtclubsängerin Deloris van Cartier wird nach ihrem Auftritt zufällig Zeugin eines Mordes – und findet sich plötzlich im Zeugenschutzprogramm wieder. Anstatt glamouröser Bühnenlichter erwartet sie ein konservatives Kloster, wo sie als bescheidene Nonne untertauchen soll – zum Leidwesen der strengen Mutter Oberin…
Im Kirchenchor soll die Sängerin Teil der Gemeinde werden, doch die Nonnen treffen keinen Ton und so übernimmt Deloris die Leitung. Mit ihr wird jeder Gottesdienst zum Event und die Messen ziehen immer mehr Publikum an – als sie schließlich vor dem Papst auftreten sollen, kommen die Gangster Deloris auf die Spur und die Nonnen schweben unverhofft in großer Gefahr…
Das Musical ist definitiv kurzweilig, versprüht dabei eine ganze Menge Witz und hat viel Charme. Die Darstellung des Nonnenchors im sehr konservativen Kloster wird grandios dargestellt und gespielt. Da das Musical in den späten 70ern spielt, fehlt auch ein wenig 70er-Disco-Flair überhaupt nicht. Im Gegenteil: Disco-Kugeln wechseln sich ab mit sakralem Kirchenflair - perfekt in Szene gesetzt.
Wie im Film gibt’s - zwar ohne ‚Oh happy day‘ - ein happy End in vielen bunten Farben. In Duisburg gab es dafür von einem begeisterten Publikum ‚standing ovations‘.