Stoner-Rock-Festival „atMOERSphere“ Live-Wucht mal vier

Moers · Damit jeder mitbekommt, dass da ganz viel Moers drinsteckt, hier einmal der Festivalname in der Eigenschreibweise: atMOERSphere. Es lohnt sich aber wirklich!

Einige der Leute hinterm Atmoersphere-Festival: Stefan Ertelt von der Sparkasse, Andreas Krieter, Corinna Leger-Janßen, Jan Krause vom Bollwerk und Alexander Leger.

Foto: Tommy van Duisburg

Zum vierten Mal bringt das Atmoersphere-Festival Stoner- und Psychedelic-Rock nach Moers – und eine wachsende Zahl von Fans. „Der Vorverkauf läuft auf Rekordniveau“, sagt Jan Krause vom Bollwerk. Da findet – nach den „Underground“-Konzerten in der Röhre – das Festival auch diesmal wieder statt.

„Das ist so ein Umbrella-Genre“, sagt Andreas Krieter über Stoner, unter diesen Schirm passen alle, „beim letzten Mal waren die Jüngsten so 14 oder 15 und mit ihren Eltern da, dazu Leute bis 60 oder 70.“ Das Genre ist in viele Richtungen offen: „Grunge, Nu Metal, so fuzzy Einflüsse aus den 60ern“, zählt Corinna Leger-Janßen auf, „man schwebt so schwerelos durch den Raum.“ Und die hohe Nachfrage – wer da war, kommt wieder, und jedes Mal kommen Neue dazu – sorgt zusammen mit Unterstützung durch Sparkasse, Bollwerk-Infrastruktur und vor allem das rein ehrenamtliche Engagement der Festivalmacher dafür, dass Atmoersphere nicht nur kostendeckend, sondern gewinnbringend ist. „Wir können den Bands eine vernünftige Gage bezahlen“ sagt Andreas, „und wenn dann mehr Geld da ist, kann man auch noch in die Bühnenshow investieren.“ Das wird eine Live-Projektion mit Ölfarben in Wasserschalen, „so ein psychedelisches 70er-Jahre-Revival“, beschreibt Alexander Leger die „Live-Lava-Lampe“.

Vier Bands treten am 18. April beim Atmoersphere im Bollwerk auf, wobei die Reihenfolge erst am Festivaltag festgelegt wird, damit alle alles mitkriegen. So den einen Headliner gibt es auch nicht, sagt Corinna – alle vier Bands sind ein Hammer. Als da sein werden: Kryptograf aus Norwegen, denen der Booker fürs Moers-Gastspiel extra noch eine kleine Deutschlandtour drumherum gelegt hat. „Lange Parts, die zum Träumen einladen“, sagt Corinna. Eine kürzere Anreise hat True Voodoo aus Emmerich, die mit Hammer-Shows und frischem Label-Vertrag gerade richtig durchstarten. Grunge trifft Nu Metal, aber sehr tanzbar: „Parts, wo richtig gemosht wird“, sagt Andreas. Aus Luzern kommt Carson. Funkige Einflüsse, dicke Riffs, sehr rockig – Andreas: „Geht richtig nach vorne.“ Der Ausreißer im Programm ist Holz aus Kassel: die erste Band beim Atmoersphere, die deutsch singt. Eine Live-Wucht, die Funken schlägt und Brandlöcher hinterlässt – das gilt eigentlich fürs ganze Atmoersphere.

Noch gibt es Karten, und zwar ausschließlich online auf der Bollwerk-Homepage bzw. unter www.atMOERSphere.de