„Mehr als 1.400 Kinder waren es, die den Weg zum Campus Bethanien gefunden haben“, fasst Ilka Prangen, Pflegedienstleitung im Krankenhaus Bethanien und Organisatorin des 19. Teddykrankenhauses, den großen Andrang in einer Zahl zusammen.
„Die Kleinen haben die Verletzungen und Krankheiten ihrer Kuscheltiere sehr ernst genommen. Viele waren kreativ, was die Ursache der Erkrankungen angeht. So hatten wir zum Beispiel eine Vogelspinne mit Bauchbeschwerden wegen zu vieler Süßigkeiten“, erklärt Ilka Prangen lachend. Die Nachfrage sei groß gewesen und alle Helfer:innen in den Untersuchungs- und Behand-lungszelten hätten alle Hände voll zu tun gehabt. Während am Samstag alle Kinder und ihre Familien herzlich willkommen waren, besuchten an den beiden Tagen zuvor angemeldete Kindergartengruppen die Veranstaltung.
Neben dem wiederholten Besuch des Busses der Mobilen Kindertafel aus Moers, einem Stand des Seniorenstifts Bethanien für die ältere Generation von Kuscheltieren, einem Stand, an dem Silvana Solinas und Dr. Vanessa Bernsdorff Rede und Antwort rund um das Thema Uro-Therapie standen und vielen weiteren liebevoll hergerichteten Stationen, sorgte Ingolf Rascher vom Netzwerk Kinderzukunft für eine besondere Attraktion beim diesjährigen Teddykrankenhaus. Mit seinem Team stellte er unter anderem einen Roboter vor, der dafür sorgt, dass Kinder, die krankheitsbedingt längere Zeit nicht zur Schule gehen können, den Anschluss an den Unterricht und den sozialen Alltag nicht verlieren.
Rund fünfzig Helfer:innen waren bei der Veranstaltung im Einsatz, darunter Auszubildende aus der Bethanien Akademie, die die Arbeit der Ärzt:innen und Pflegekräfte übernahmen. „Ich bedanke mich bei allen Helferinnen und Helfern, wie auch bei den Unterstützerinnen und Unterstützern, die uns oftmals seit Jahren zur Seite stehen – und teilweise sogar ihre Familien und den Freundeskreis mobilisieren, um sich privat für das Teddykrankenhaus stark zu machen“, so Ilka Prangen. Kooperationspartner waren die Krankenkasse AOK Rheinland/Hamburg, die aeskulap Apotheke aus Moers, die Deutsche Jugendfeuerwehr (DFV) und die Apotheke am Bethanien.
Keine Angst vor einem Krankenhausaufenthalt Die Idee des Teddykrankenhauses stammt aus Skandinavien und richtet sich an Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter sowie an deren Eltern. Die Idee ist es, Ängste, die in Bezug auf einen Krankenhausaufenthalt aufkommen können, abzubauen. „Die Kinder erleben die medizinische Situation aktiv, jedoch ohne selbst Patientin oder Patient zu sein. Das reduziert Angst und Sorgen nachweislich. Das Vertrauen in Arztbesuche und Menschen in weißen Kitteln kann so vorsichtig aufgebaut werden“, fasst die Organisatorin Ilka Prangen zusammen. Die Veranstaltung vermittelt so auf spielerische Art und Weise, wie ein Krankenhausaufenthalt abläuft – von der Aufnahme über die Untersuchung bis zur Operation und anschließenden Medikamentenbesorgung in der Apotheke. Dabei übernehmen die Kinder die Elternrolle und begleiten ihre Kuscheltiere durch alle notwendigen Stationen.