Neue Teilnehmer-Bestmarke Weltrekord in Duisburg

Duisburg · Ein Duisburg-Debütant und eine Seriensiegerin waren am Sonntag beim 43. Rhein-Ruhr-Marathon nicht zu schlagen.

Foto: SSB Duisburg

Bei den Männern gewann der Bochumer Elias Kroll, der zum ersten Mal dabei war, mit einer Zeit von 2:28:06 Stunden. Die Frauenwertung entschied Katharina Wehr vom ASV Duisburg in 2:50:29 Stunden für sich. Bereits zum vierten Mal überquerte sie als Siegerin die Ziellinie in der Schauinsland-Reisen-Arena und reihte sich damit in die Liste der Rekordsieger ein. Die beiden Duisburg-Champions liefen zudem persönliche Bestzeiten. Viel gefeiert von den Langlauf-Fans auf der Tribüne wurde zudem ein neuer Weltrekord: Extremsportler Joey Kelly absolvierte gemeinsam mit Läuferinnen und Läufern aus 41 Nationen als Gruppe die 42 Kilometer. Damit holten die insgesamt 42 Beteiligten den Weltrekord für die meisten Nationalitäten beim gemeinsamen Zieleinlauf.

Der Stadtsportbund Duisburg, der zusammen mit dem LC Duisburg den Rhein-Ruhr-Marathon auf die Strecke brachte, durfte sich ebenfalls über eine Bestmarke freuen. Insgesamt 9.651 Läuferinnen und Läufer hatten für die diversen Rennen in Duisburg gemeldet. Im Vorjahr verzeichneten die Gastgeber 7.969 Namen auf der Startliste. Organisationsleiter Peter Serfort benannte als einen der Gründe die Zusammenarbeit mit dem neuen Titelsponsor: „Wir haben die Unterstützung durch Schauinsland-Reisen deutlich gespürt, und das zeigte sich auch am Meldeergebnis.“

Für Duisburg sprechen zudem der Maitermin und das Streckenprofil. Simon Bong, der Gewinner des Halbmarathons, sagte in der Medienrunde nach dem Rennen: „Das ist eine der schnellsten Strecken in Deutschland.“ Bereits zum dritten Mal gewann der für das Laufteam Hamburg startende Simon Bong über die 21,1 Kilometer. Am Sonntag benötigte er dafür 1:08:48 Stunden und verwies Renee Bongers (AYYO Essen) in 1:13:50 und Yann Lahser (Bottrop) in 1:15:38 Stunden auf die Plätze. Bei den Frauen gewann die Dortmunderin Milla Primke (1:22:25) vor Liv Schwarzer (Bunert Running Team) in 1:29:10 und Melina Schockmann (Dermasence) in 1:29:50. Auch sie war voll des Lobes und dankbar für die perfekte Organisation und die Stimmung an der Strecke.

Katharina Wehr spürte ebenfalls den Rückenwind durch die geschätzt 50.000 Zuschauer entlang des Laufwegs. Besonders im Süden der Stadt und damit auf den letzten Kilometern sei die Unterstützung deutlich zu spüren gewesen: „Es ist großartig, was die Leute hier auf die Beine stellen, und das trägt einen ganz besonders.“ Etwa zur Hälfte der Distanz hatte sie zur Vorjahressiegerin Stephanie Breitkreuz aufgeschlossen. Die ASV-Läuferin stieg wenig später aus dem Rennen aus. Damit war der Weg zum vierten Sieg für die 30-jährige Katharina frei.

Bei den Männern konnte sich Elias Kroll nach etwa 30 Kilometern aus der dreiköpfigen Spitzengruppe lösen und ließ sich danach den Erfolg nicht mehr nehmen. Der 23-jährige Student war so schnell, dass er dem Führungsfahrzeug signalisieren musste, ein bisschen mehr Tempo zu machen. Über seinen Lauf in Duisburg sagte er: „Es war extrem hart und extrem geil.“ Ganz ähnlich fasste Katharina Wehr ihr Rennen zusammen: „Ich bin total platt und total glücklich.“

Bereits zum fünften Mal gewann übrigens Alexander Bastidas Rodriguez das Inliner-Rennen. Einen Tag zuvor hatte er die Deutsche Halbmarathon-Meisterschaft gewonnen. Warum er trotzdem wieder nach Duisburg gekommen sei, beantwortete er so: „Die Atmosphäre hier ist sehr angenehm, und es ist einfach toll, dass das Ziel in einem Fußballstadion liegt.“

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link hatte ihn und alle weiteren Inliner morgens um 8.15 Uhr auf die „Reise“ durch die Stadt geschickt. Eine halbe Stunde später gab der OB den Startschuss für den 43. Rhein-Ruhr-Marathon. Bei sonnigen, aber weitgehend angenehmen Temperaturen überstanden nahezu alle Teilnehmer die Herausforderung. Norman Hoffmann, Leiter der Johanniter-Unfall-Hilfe, registrierte lediglich 22 Einsätze, darunter keinen schweren. Die Sanitätsdienste waren mit über 100 Personen im Einsatz. Insgesamt mehr als 2.000 Helfer, davon über 1.000 Ehrenamtliche, ermöglichten, dass alles lief.

Peter Serfort kündigte an, dass der Termin für das neue Jahr im Juli bekannt gegeben werde. Ein Ziel benannte er für den 44. Rhein-Ruhr-Marathon im Mai 2027 ebenfalls: „Dann wollen wir die Schallmauer von 10.000 Teilnehmenden durchbrechen.“

Alle Ergebnisse unter: www.duisburg.r.mikatiming.de/2026/