Rote Pandas endlich wieder zu zweit Beau im Duisburger Zoo

Duisburg · Kleine Pfoten, neugierige Blicke und ganz viel Charme: Der erst neun Monate alte Rote Panda „Beau“ erobert seit letzter Woche die Herzen der Besucher im Duisburger Zoo. Das junge Männchen kam auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) aus dem Zoo de Jurques in Frankreich an den Kaiserberg.

Beau und Malou - ein weiteres glückliches Paar im Zoo Duisburg

Foto: Mathias Appel/Zoo Duisburg

Er hat sich schnell eingelebt und ist inzwischen regelmäßig auf der Außenanlage zu sehen – sehr zur Freude der vielen Gäste, die ihn aus nächster Nähe beobachten können.

Gemeinsam mit Pandaweibchen „Malou“ bildet „Beau“ nun ein neues Paar. Die Zusammenführung verlief dabei von Anfang an ruhig und harmonisch. „Die ersten Begegnungen zwischen Beau und Malou waren sehr entspannt. Beide Tiere gehen ruhig miteinander um – das ist ein wirklich guter Start“, sagt Revierleiter Nico Lohstroh.

Beau genießt die prächtige Aussicht am Kaiserberg.

Foto: Mathias Appel

Mit Beau setzt der Zoo Duisburg sein Engagement im internationalen Artenschutz konsequent fort. Die koordinierte Vermittlung durch das EEP verfolgt das Ziel, eine stabile Reservepopulation der stark gefährdeten Art aufzubauen. Perspektivisch soll auch das neue Panda-Paar zur Erhaltung der Art beitragen.

Auch über die Anlage hinaus engagiert sich der Zoo Duisburg für den Schutz der kleinen „Feuerfüchse“. Über den freiwilligen Artenschutz-Euro, der beim Kauf der Eintrittskarte gezahlt werden kann, unterstützt der Zoo die Stiftung Artenschutz, die sich für den Schutz des Roten Pandas in Nepal einsetzt. In diesem Projekt werden die Auswirkungen des Straßenbaus auf die Habitatqualität, die Verbreitung und den Gesundheitszustand des Roten Pandas untersucht. Dabei wird erforscht, inwiefern Straßen nicht nur den Lebensraum zerschneiden, sondern auch indirekt das Infektionsrisiko erhöhen, etwa durch verstärkten Kontakt mit Menschen, Nutztieren oder veränderte Umweltbedingungen.

Rote Pandas gehören zu den charismatischsten Tierarten der Welt. In den Bergwäldern des Himalayas und Südwestchinas sind sie beheimatet – doch ihr Lebensraum wird immer kleiner. Abholzung, Wilderei und die Zerschneidung der Wälder zählen zu den größten Bedrohungen. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft die Art daher als stark gefährdet ein.