Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat im bundesweiten Vergleich von 10 817 Kommunen 17 Indikatoren der Daseinsvorsorge ausgewertet – von der Hausarztdichte über die Brückenqualität bis zur Breitbandverfügbarkeit. Verknüpft damit wurde eine Befragung von mehr als 5 400 Bürgerinnen und Bürgern. Hintergrund ist die Beobachtung, dass politische Unzufriedenheit und das Gefühl, abgehängt zu sein, in vielen Regionen wachsen – teils auch dort, wo die objektive Versorgung gut ist. Untersucht wurden 17 Indikatoren in fünf Bereichen: Gesundheit, Bildung, Mobilität, Digitales und Freizeit.
In der Gesundheitsversorgung erreicht Mönchengladbach die Top vier Prozent bundesweit. Hinter diesem Wert stehen Krankenhausstandorte mit voller fachärztlicher Breite, eine stabile hausärztliche Versorgung und eine dichte Apothekenlandschaft. Die Erreichbarkeit von Pflegeeinrichtungen liegt deutlich über dem Bundesschnitt.
In der Bildung (Top acht Prozent) zahlt sich die konsequente Investition in Kita-Plätze, den Offenen Ganztag an Grundschulen und die Familienzentren aus. Die Stadt hat ihr Schulnetz in der Fläche gehalten und in alle Schulformen investiert. Mit dem politischen Beschluss zur Errichtung der siebten Gesamtschule baut Mönchengladbach das Angebot integrativer Schulformen weiter aus – ein klares Signal in einem stark nachgefragten Schulsegment.
Bei der Mobilität (Top elf Prozent) profitiert die Stadt von ihrer Lage zwischen Rhein-Ruhr und Niederrhein und von gleich zwei Hauptbahnhöfen. Der Neubau des Rheydter Hauptbahnhofs und der neue zentrale Busbahnhof am Mönchengladbacher Hauptbahnhof modernisieren die Verkehrsknoten der Stadt grundlegend. Mit „op jück“ hat die NEW zudem ein On-Demand-Angebot im ÖPNV etabliert, das die Lücken im klassischen Linienverkehr gerade in den Abendstunden und in den Randlagen schließt.
Bei der Freizeit erreicht Mönchengladbach im IW-Vergleich nur einen Mittelfeldplatz – hier hat die Stadt Luft nach oben. Mit dem SparkassenPark als überregionalem Veranstaltungsort, dem traditionsreichen Theater Mönchengladbach, dem Museum Abteiberg und Schloss Rheydt verfügt die Stadt über kulturelle Marken mit Strahlkraft. Die Dichte an Grün- und Erholungsflächen findet man so in fast keiner anderen deutschen Großstadt.
Oberbürgermeister Felix Heinrichs: „Natürlich kann man fragen, ob sich Lebensqualität in einer Stadt überhaupt in einer Rangliste abbilden lässt. Aber wenn 11 000 Kommunen mit 17 Indikatoren vermessen werden und Mönchengladbach landet unter den besten zehn Prozent, dann ist das ein Befund, der Substanz hat. Diese Stadt hat zu lange unter Wert gehandelt. Die IW-Studie zeigt schwarz auf weiß: Mönchengladbach ist eine Stadt, die liefert. Und wir bauen weiter aus.“
Mönchengladbach belegt im bundesweiten Vergleich Rang 1 033 von 10 817 Kommunen. Alle 22 kreisfreien Städte Nordrhein-Westfalens sind mit „sehr gut“ bewertet.