Was Firmengründer Andreas Kronen und Architekt Hans Robert Anraths 1988 ausheckten, war ihrer Zeit ziemlich weit voraus. Schon vor fast 40 Jahren bauten sie das Betonstahlwerk an der Krefelder Straße 554 so, dass man es heute problemlos in viele kleine Einheiten aufteilen kann. Und genau das passiert derzeit. Passanten sehen ein graues Stahlbeton-Skelett, denn die „Außenhaut“ des Betonwerks Kronen ist schon entfernt – für die neue Fassade des Kronen Business Parks. „Wir haben schon damals für eine Zweitnutzung geplant“, sagt Uwe Drange, der geschäftsführender Gesellschafter der Eigentümerfamilie ist und zudem 1988 mit dem Betonwerk seine erste Statik als Diplom-Ingenieur entwarf.
Der Umbau für die Zweitnutzung ist in vollem Gange: Die ehemaligen Produktionsflächen werden zu maximal 17 hochmodernen Gewerbeeinheiten – 2 100 Quadratmeter Fläche für Hallen, auf Wunsch in Kombination mit bis zu 1 600 Quadratmeter Büroflächen auf drei Ebenen – umgebaut und erweitert. Das Projekt schafft Flächen für kleine und mittelständische Unternehmen, die Büro- und Hallenflächen suchen und wurde initiiert durch die Eigentümerfamilie. Schon vor 40 Jahren sei in höchstem Maße flexibel geplant worden, so Doris Plaß, die ebenfalls zur Eigentümerfamilie gehört. „Wir können in hohem Maße die Mieterwünsche erfüllen“. Immobilienmakler Norbert Bienen bringt die Erfahrung aus sieben bereits abgeschlossenen vergleichbaren Umstrukturierungen in der Region mit ein. „Da geht es nicht nur um Handwerksbetriebe“, weiß er. „Seit Jahren steigt der Bedarf für kleine und mittlere Firmen aus dem IT-Bereich und Internethandel“, so Mitarbeiter Rolf Zimmermann, bei bienen + partner Immobilienberater. Das Team um Geschäftsführer Norbert Bienen begleitete den kompletten Planungsprozess, legte dabei besonderen Wert auf Nachhaltigkeit, Variabilität und Drittverwertbarkeit und holte den Sohn von Hans Robert Anraths, Architekt Sebastian Anraths, mit ins Boot. Der behält die Treppenaufgänge des Industriedenkmals bei, gibt dem Gebäude eine neue Fassade und schafft Räume nach Wunsch, egal, ob neue Mieter 80, 120, 800 oder irgendeine andere Quadratmeterzahl brauchen. Im Erdgeschoss entstehen zudem Räume mit Glasfassaden, wo zum Beispiel Firmen Showrooms einrichten können oder eine Bäckerei Brötchen für die Mitarbeiter der umliegenden Firmen anbietet. „Ein großes Potenzial, das hier schlummert“, freut sich Rafael Lendzion, Teamleiter bei der städtischen Wirtschaftsförderung WFMG.