Trotz einer schwächelnden Wirtschaftslage und einer „erheblichen Unsicherheit sowohl bei Unternehmern als auch Privatleuten“, konnte die Stadtsparkasse ihr Kundengeschäftsvolumen auf 10.175 Mrd. Euro (2024: 9.829 Mrd. Euro) erhöhen. Die Kundeneinlagen seien kontinuierlich steigend, diese Entwicklung habe sich auch 2025 fortgesetzt – von 4.336 Mrd. Euro auf nunmehr 4.487 Mrd. Euro. Bevorzugt würden vor allem täglich fällige Einlagen, über die der Kontoinhaber jederzeit verfügen könne.
An Krediten stellte die Stadtsparkasse ihren Kundinnen und Kunden neu 446 Mio. Euro zur Verfügung, obwohl sich Unternehmen und privater Haushalte „schwer dabei tun, Investitionsentscheidungen zu treffen“, so der Sparkassen-Chef. Anhaltend hoch sei die Nachfrage nach Wohneigentum gewesen. Hier gab es bei den Wohnungsbaufinanzierungen eine Steigerung um 44 Mio. Euro, ein Plus von 5 Mio. Euro gegenüber 2024.
In der eigenen Immobilienvermittlung wurden 120 Objekte (2014: 111) mit einem Kaufpreisvolumen von fast 40 Mio. Euro verkauft. Gefragt waren Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser als Kapitalanlage sowie Gewerbeimmobilien. Immobilien mit guter Bausubstanz in guten Wohnlagen und mit einem guten bis durchschnittlichen Energiekennwert waren die Gewinner. Bei energetisch sehr schlechten Immobilien gingen Nachfrage und Kaufpreis zurück.
Was überrascht: „2025 war ein sehr gutes Börsenjahr“, betonte Antonius Bergmann. Mit einem Plus von 23 % erreichte der DAX das stärkste Jahresergebnis seit 2019. Hier spiegelt sich wider, dass viele der Dax-Unternehmen ihr Hauptgeschäft weltweit und nicht nur in deutschland machen. Insgesamt kauften die Kundinnen und Kunden mehr Wertpapiere (382 Mio. Euro) wie sie verkauften (362 Mio. Euro). Das von der Sparkasse verwaltete Wertpapiervermögen stieg von 1,66 Mrd. Euro auf 1,83 Mrd. Euro. Dabei setze die Stadtsparkasse in ihren Beratungsgesprächen auf gezielten und nachhaltigen Vermögensaufbau und nicht auf Spekulationen.
Ertragslage
Mit einem Zinsüberschuss von 108 Mio. Euro (2024: 102 Mio. Euro) spricht die Sparkasse von einem guten Ergebnis. Der Provisionsüberschuss stieg um 3 Mio. Euro auf 43 Mio. Euro. Die Verwaltungskosten fallen mit einem Plus von 7 5 auf 92 Mio. Euro deutlich höher aus. Neben inflationsbedingten Kostensteigerungen seien hierfür insbesondere Investitionen in der Bereichen Digitalisierung, IT und IT-Sicherheit verantwortlich – „um unseren Service weiter zu verbessern und leistungsfähiger zu werden“, wie Bergmann ausführte.
Das Betriebsergebnis der Stadtsparkasse vor Bewertung liegt bei 58,2 Mio. Euro (+ 1,7 %) Nach Bewertung und Steuern konnte ein Jahresergebis auf Vorjahrsniveau von 11 Mio. Euro erzielt werden. Vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrats empfiehlt der Sparkassenvorstand wie im Vorjahr eine Ausschüttung von fünf Millionen Euro.
Mit 161 800 Konten (Privat- und Firmenkundengeschäft) bleibt die Stadtsparkasse Marktführer in Mönchengladbach. 2025 konnte sie nochmal um weitere 2 300 Girokonten zulegen; hier sticht die Altersgruppe der unter 30-Jährigen hervor. Die Online-Banking-Quote wuchs um 2,3 % auf 79,2 %. Kundinnen und Kundn, die Fragen rund um das Online-Banking haben, können sich demnächst an „Linda“ (Chatbot) oder „Linda plus“ (Voicebot) wenden.
Obwohl Bargeld zunehmen an Bedeutung verliert – allein 2025 verzeichnete die Sparkasse 16,6 Mio. bargeldlose Transaktion – bleibt die Zahl der Geldautomaten mit 55 (Vorjahr 56) nahezu konstant. Lediglich der Standort an der Hochschule fällt weg, weil er nicht mehr nachgefragt wird.
Die Stadtsparkasse Mönchengladbach hat in den letzten zehn Jahren zusätzlich zu ihren Gewerbesteuerzahlungen in Höhe von 71 Millionen Euro aus den Bilanzgewinnen 53 Millionen Euro an die Stadt ausgeschüttet. Hinzu kommen rund 11 Millionen Euro an Spenden und Zuwendungen für gemeinnützige Zwecke im Geschäftsgebiet.