Vertreterversammlung und Ehrungen der Volksbank im Rheinland Mit Fred Hendricks endet eine Ära

Mönchengladbach · Rund 200 Vertreterinnen und Vertreter folgten auch in diesem Jahr der Einladung der Volksbank im Rheinland eG zur Vertreterversammlung im Borussia-Park.. Die traditionsgemäß an diesem Ort stattfindende Versammlung war geprägt von einer interessierten, konstruktiven und zugleich einvernehmlichen Atmosphäre.

Für Fred Hendricks war es die letzte Vertreterversammlung der Volksbank im Rheinland eG. Er scheidet als Aufsichtsratsvorsitzender aus. Die Ehrung nahm Katja Lewalter-Düssel (Mitglied des Vorstandes Genoverbad) vor.

Foto: Volksbank im Rheinland/Andreas Baum

Souverän und mit großer Routine leitete der Aufsichtsratsvorsitzende Fred Hendricks durch die Versammlung. Zugleich markierte die diesjährige Veranstaltung einen besonderen Moment: Es war die letzte Vertreterversammlung unter seiner Leitung. Über viele Jahre hinweg hat Fred Hendricks die Entwicklung der Bank maßgeblich geprägt und begleitet.

Die Volksbank im Rheinland konnte für das Geschäftsjahr 2025 insgesamt eine sehr positive Entwicklung vermelden. Trotz eines weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds zeigte sich die Bank stabil und wachstumsorientiert. So stieg die Bilanzsumme auf rund 2,79 Milliarden Euro, während das betreute Kundenvolumen auf über 6 Milliarden Euro anwuchs. Diese Entwicklung unterstreicht das Vertrauen der Kundinnen und Kunden sowie die Stärke des genossenschaftlichen Geschäftsmodells.

Der Vorstand – Carsten Thören, Franz Meurers und Volker Klemm – berichtete über ein erfolgreiches Geschäftsjahr und eine nachhaltige Weiterentwicklung der Bank. Die Vertreterversammlung folgte dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Verwendung des Jahresüberschusses und beschloss einstimmig eine Dividende in Höhe von vier Prozent.

Der Vorstand mit Carsten Thören, Franz Meurers und Volker Klemm mit den ausscheidenden Mitgliedern des Aufsichtsrates und Katja Lewalter-Düssel.

Foto: Volksbank im Rheinland/Andreas Baum

Auch die Mitgliederentwicklung zeigte sich stabil. Mit rund 28 500 Mitgliedern gehört die Volksbank im Rheinland weiterhin zu den größten Personenvereinigungen in Mönchengladbach und der Region.

Mit der Feststellung des Jahresabschlusses wurde zugleich ein bedeutender Meilenstein erreicht: Die Fusion mit der VR-Bank Region Aachen gilt nun auch formal als vollständig vollzogen. Die technische Zusammenführung der Systeme ist für Juni geplant. Die Zustimmung der Vertreterversammlung stellte dabei den letzten formalen Schritt im gesamten Fusionsprozess dar.

Verabschiedungen und Ehrungen

Ein besonderer Schwerpunkt der Versammlung lag auf den Veränderungen im Aufsichtsrat sowie der Verabschiedung und Ehrung langjähriger Mitglieder des Gremiums. Mit Ablauf der Wahlperiode scheiden der Aufsichtsratsvorsitzende Fred Hendricks, sein Stellvertreter Karl Peter Kürten sowie Philipp Mansour altersbedingt aus dem Aufsichtsrat aus. Heinz Theißen schied ebenfalls auf eigenen Wunsch nach langjähriger Tätigkeit aus dem Gremium aus.

Im Zuge der neuen Größe der Bank wird sich der Aufsichtsrat künftig neu zusammensetzen. Vertreter der ehemaligen VR-Bank Region Aachen sowie Mitglieder aus der Arbeitnehmervertretung werden in das Gremium einrücken. Damit trägt die neue Struktur sowohl den gesetzlichen Anforderungen als auch der gewachsenen Bedeutung der Bank Rechnung.

Im Rahmen der Vertreterversammlung wurden die ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder für ihr langjähriges Engagement und ihre Verdienste um die Entwicklung der Bank besonders gewürdigt. Die Ehrungen nahm Katja Lewalter-Düssel (Mitglied des Vorstandes Genoverband) vor, die in ihrer Ansprache die prägende Rolle der Geehrten für die positive Entwicklung der Bank und den erfolgreichen Fusionsprozess hervorhob.

Heinz Theißen, der dem Aufsichtsrat seit 1991 angehörte, erhielt die Goldene Ehrennadel des Genoverbandes. Über mehr als drei Jahrzehnte hinweg wirkte er an zentralen Weichenstellungen der Bank mit und setzte sich mit großem Engagement für deren nachhaltige Entwicklung und regionale Verankerung ein.

Karl Peter Kürten, langjähriges Aufsichtsratsmitglied und stellvertretender Vorsitzender, wurde ebenfalls mit der Goldenen Ehrennadel des Genoverbandes geehrt. Als Wirtschaftsprüfer brachte er insbesondere seine fachliche Expertise in Prüfungs- und Governance fragen ein und leistete einen wichtigen Beitrag zur strategischen Weiterentwicklung der Bank, insbesondere im Zuge von Fusionen.

Eine besondere Auszeichnung erhielt der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende Fred Hendricks. Für seine jahrzehntelange Tätigkeit – davon mehr als drei Jahrzehnte an der Spitze des Gremiums – wurde ihm die Goldene Ehrennadel des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes (DGRV) verliehen. Dabei handelt es sich um die höchste Auszeichnung im deutschen Genossenschaftswesen. Mit seinem kontinuierlichen Engagement, seiner fachlichen Kompetenz und seinem strategischen Weitblick hat er die Entwicklung der Bank über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt und insbesondere die zahlreichen Fusionsprozesse aktiv begleitet. Die Vertreterversammlung würdigte das Wirken aller ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder mit großem Respekt und Dankbarkeit. Sie haben wichtige Impulse für die erfolgreiche Positionierung der heutigen Volksbank im Rheinland gesetzt.

Die Volksbank im Rheinland eG versteht sich weiterhin als verlässlicher Partner in der Region Mönchengladbach, Erkelenz, Willich, Meerbusch und demnächst Aachen. Als eine der großen Volksbanken in Deutschland und bedeutender regionaler Player im westlichen Rheinland hat sie in der Vergangenheit ein kontinuierliches Wachstum und eine erfolgreiche Expansion verzeichnet. Gleichzeitig ist die Bank dank ihrer stabilen Vermögens- und Ertragslage zukunftsfähig aufgestellt und gut auf weiteres Wachstum vorbereitet.