Feuerwehr stellte Bilanz von 2025 vor Auf Krisen vorbereitet

Mönchengladbach · Ob Brandschutz, Technische Hilfeleistung, Katastrophenschutz oder Rettungsdienst: Die Berufsfeuerwehr Mönchengladbach war auch im Jahr 2025 gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Einsatz. Gestern zog sie Bilanz für 2025.

Kurz vor der Ausschusssitzung stellten Beigeordnete Silke Wehmhörner und Bereichsleiter Dirk Schattka die Bilanz für 2025 und Aussichten auf die Zukunft vor.

Foto: Andreas Baum

Vom brennenden Dachstuhl in der Silversternacht über festgefrorene Schwäne im Bresgespark bis zum Großeinsatz beim Sturmtief „Walter“ am 9. September mit über 300 Kräften gleichzeitig und einer weit über die Ufer getretenen Niers gingen die Einsätze der Berufsfeuerwehr im Jahr 2025. Insgesamt 64 844 mal wurde die Feuerwehr alarmiert. Das seien zwar 288 Anrufe weniger als 2024, das heiße aber nicht, dass eine Tendenz zu verzeichnen sei, dass weniger passiere, so die zuständige Beigeordnete Silke Wehmhörner und Dirk Schattka, Leiter des Fachbereichs Feuerwehr. „Der Klimawandel ist da und man muss sich darauf einstellen, dass sowas, wie das Sturmtief wieder passiert“, so die Beigeordnete. 2 384 mal wurde die Feuerwehr zu Bränden gerufen (inklusive Fehlalarm), 2 872 mal ging es um Hilfeleistungen (Tiereinsätze mitgerechnet). Den größten Teil der Einsätze im Rahmen der Berufsfeuerwehr leistete der Rettungsdienst mit 59 588 Einsätzen.

„Besonders anspruchsvoll sind die Einsätze bei Unfällen auf der Autobahn“, erläuterte Feuerwehrchef Schattka, „wir haben hier 120 Kilometer Autobahn“. Entsprechende Sonderfahrzeuge seien deshalb auch am Standort Holt , nahe der Autobahn, stationiert.

421 Berufsfeuerwehrleute sind für die Bürger im Einsatz (14 davon weiblich). Von der freiwilligen Feuerwehr sind noch einmal 418 Personen am Start (davon 29 weiblich). Bei der Jugendfeuerwehr machen 131 mit, in der Kinderfeuerwehr sind 14 Kids. 23 Azubis sind Anwärter auf den Berufsweg als Brandmeister und Notfallsanitäter.

Im Rahmen der Brandschutzbedarfsplanung beschäftigt sich die Feuerwehr zunehmend mit Krisensituationen, wie etwa 72 Stunden ohne Strom. „Wir sind in einem guten Prozess, der aber noch lange nicht am Ende angekommen ist“, sagte Beigeordnete Wehmhörner. Eine Übung habe zum Beispiel im „geschützten Raum“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler stattgefunden. „Das bleibt unsere Daueraufgabe“, so Wehmhörner.

Im Rahmen des Smart City Projektes, das sei noch neu, werde man in Zusammenarbeit mit dem Mönchengladbacher Flughafen zunehmend auf Fernerkundungsdrohnen setzen, die von Feuerwehrleuten gesteuert würden. Das führe dazu, dass man in einer frühen Phase des Einsatzes belastbare Lagebilder bekäme. Auch der Einsatz einer FIREApp als Tool, das von allen Beteiligten mit Info „gefüttert“ werde, soll Zeitverlust vermeiden. Neu ist auch, dass für die Einsatzfahrzeuge ein alternativer synthetischer Dieselkraftstoff genutzt werde, der rund 90 Prozent Emissionen einsparen könne.