Polizei-Präsenz, Videobeobachtung und Prävention Rheydter Frühkirmes startet – aber sicher!

Rheydt · Von Freitag, 8. Mai, bis Montag, 11. Mai, lädt die Rheydter Frühkirmes wieder zum Besuch ein. Für ein sicheres und familienfreundliches Erlebnis arbeiten Polizei und Ordnungsamt eng zusammen. Die Maßnahmen reichen von verstärkter Präsenz und polizeilicher Videobeobachtung über Präventionsarbeit bis hin zu Angeboten für Kinder und Familien.

Am Freitag startet die Frühkirmes in Rheydt – Ordnungsamt und Stadt treffen Vorbereitungen in Sachen Sicherheit.

Foto: Archiv/Markus Rick

Zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit werden Polizei und Ordnungsamt wieder ihre Präsenz auf dem Veranstaltungsgelände und in der Rheydter Innenstadt verstärken. Zusätzlich ist ein privater Sicherheitsdienst beauftragt, der das Gelände nachts bewacht und auch zu den Öffnungszeiten vor Ort sein wird. Eine mobile Wache an der Kreuzung Gracht/Limitenstraße dient als Anlaufstelle für Kirmesgäste, die zum Beispiel eine Anzeige erstatten möchten oder die Hilfe der Polizei benötigen, weil sie etwa einen Angehörigen auf dem Kirmesgelände aus den Augen verloren haben.

Um das Sicherheitsgefühl der Mönchengladbacher zu stärken, setzt die Polizei zwei mobile Videobeobachtungsanlagen ein. Standorte der zwei Kamerasysteme werden an der Straße Gracht sein. Über Kameras, die sich auf einem Anhänger in sechs Meter Höhe befinden, werden die Videobilder in die Einsatzleitstelle der Mönchengladbacher Polizei übertragen und durch speziell geschulte Mitarbeiter des Polizeipräsidiums Mönchengladbach live beobachtet und bewertet. Ziel ist es, bevorstehende Straftaten frühzeitig zu erkennen und diese zu verhindern, indem unverzüglich Einsatzkräfte entsandt werden. Die Videobeobachtung erfolgt nur zu den Öffnungszeiten der Kirmes. Die Aufnahmen werden nach einer Frist von 14 Tagen automatisch gelöscht. Zum Zwecke der Strafverfolgung dürfen die Videoaufnahmen länger gespeichert werden. Bestimmte Bereiche - wie zum Beispiel Wohnungen oder Arztpraxen - werden im Vorfeld geschwärzt bzw. verpixelt. Die Rechtsgrundlage für die mobile Videobeobachtung ergibt sich aus §15a Polizeigesetz NRW. Spezielle Hinweisschilder informieren die Bürger über den Beginn der Video-Zonen.

Die Stadt und die Polizei weisen darauf hin, dass gemäß des Konsumcannabisgesetzes KCanG der Konsum von Cannabis in Gegenwart von Kindern und Jugendlichen auf dem gesamten Veranstaltungsgelände untersagt ist. Die Ordnungskräfte achten im Rahmen ihrer Streifengänge auf die Einhaltung dieses Verbots.

Das Team Kinder und Familien des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie der Stadt bietet mit freien Trägern der Jugendhilfe ein erweitertes Programm für Kinder und Familien an. Auf dem Rheydter Marktplatz entsteht ein eigener Bereich mit Mitmachaktionen, Spielangeboten und Ansprechpersonen verschiedener Einrichtungen. Hier finden Kinder einen ruhigen Ort zum Ausruhen, kostenloses Wasser, kleine Snacks und kreative Aktivitäten. Das Angebot richtet sich auch bewusst an Familien mit kleinem Budget. Highlight ist der tägliche Besuch von „Feuerzacki“, dem Kinderschutzmaskottchen der Stadt Mönchengladbach.

Das erfolgreiche Konzept des Teams Jugend auf der Gracht wird ebenfalls fortgesetzt. Dort liegt der Schwerpunkt vor allem auf präventiver Arbeit mit Jugendlichen. Außerdem dient die Anlaufstelle als Awareness-Point, sodass die Jugendlichen bei Problemen oder Streitigkeiten die Mitarbeitenden aufsuchen und Unterstützung finden können. Spezielle Angebote laden zum Bleiben und Mitmachen ein. Das Team Jugend ist täglich zwischen 16 Uhr und 22 Uhr auf der Gracht anzutreffen. Alle Angebote sind für Kinder und Jugendliche kostenfrei.