Ziel der Veranstaltung ist es, auf die oftmals prekären Arbeitsbedingungen sowie die ungleiche Gewinnverteilung im internationalen Obsthandel aufmerksam zu machen.
Der globale Handel mit Orangen, Mangos, Bananen und Kiwis ist ein Milliardengeschäft. In Deutschland kontrollieren vier Unternehmen rund 85 Prozent des Lebensmittelmarktes, was zu einem enormen Preisdruck auf Lieferanten führt – häufig mit der Folge, dass Produktionskosten kaum gedeckt werden können.
Christine Link, Sprecherin des Eine Welt Ladens Mönchengladbach, beschreibt die Situation auf vielen konventionellen Obstplantagen: „Für die Produzenten bedeutet der Obstanbau oft harte körperliche Arbeit, niedrige Löhne und befristete Verträge. Am Anfang der Lieferketten bleibt nur wenig von den Gewinnen bei ihnen hängen.“
Der Faire Handel setzt hier an und fordert menschenwürdige Arbeitsbedingungen sowie eine gerechte Verteilung der Wertschöpfung. Transparenz, faire Preise und langfristige Partnerschaften stehen dabei im Mittelpunkt.
Bereits am Vorabend, 8. Mai, findet um 18.30 Uhr im freiRAUM im Kolpinghaus am Alten Markt 10 eine Filmvorführung statt. Die Dokumentation beleuchtet die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Erntearbeitern in Südeuropa und zeigt die oft unsichtbaren Seiten der europäischen Obst- und Gemüseproduktion. Der Eintritt ist frei.
Der Weltladentag wird jährlich am zweiten Samstag im Mai begangen und ist Teil des Internationalen Tages des Fairen Handels.