„Was für ein herrlicher Morgen für eine Grundsteinlegung!“, begrüßt Investor Peter Thunissen am Donnerstag die zahlreich erschienen Gäste, Stadtvertreter und Akteure auf der Baustelle „Hardterbroicher Markt“. Und während im hinteren Bereich die Bauarbeiter in der prallen Sonne fleißig weiter „schuften“, sucht man vorne – da, wo die Stadtsparkasse schon bald ihre Kunden begrüßen wird – Schatten hinter den bereits errichteten Säulen.
So lange die Vorlaufzeit inklusive Planungen, Investorenwechsel, Umplanungen, Baugenehmigung (gab’s am 30. November 2025, noch rechtzeitig für den Förderantrag bei der NRW.Bank) gedauert hat – die Umsetzung soll nun schnell gehen. Die Fertigstellung ist für Ende 2027/Anfang 2028 anvisiert. „Dreiviertel der Strecke ist schon geschafft“, sagt Investor Thunissen, der das Areal, das er als „versteckte Schönheit“ betrachtet, 2021 erworben und für das er durch den Kauf weiterer Grundstücke ein wirtschaftlich besseres Konzept ermöglicht hat. Neben dem neuen Nahversorgungsangebot mit Rossmann, Lidl und einem Bäckereicafé verspricht er bezahlbaren Wohnraum (7,85€/qm) mit überdurchschnittlicher Ausstattung und Barrierefreiheit, saubere, sichere Freiflächen und einen gut besuchten autofreien Marktplatz, auf dem auch ein regelmäßiger Markt stattfinden soll.
OB Felix Heinrichs, der, so Thunissen, das Bauprojekt die letzten drei Jahre mitgetragen habe, erinnert sich noch gut an den Moment, als die Nachricht gekommen sei: „Juhu, der Förderbescheid ist da!“ Er sieht den Hardterbroicher Markt als „neue Mitte“ für den Stadtbereich. „Mönchengladbach hat kein wirkliches ‚Herz‘ – dieser Ort wird dazu beitragen, mit seiner integrierten Lage, der Einheit aus Wohnen, Leben und Arbeiten, der guten Anbindung, den Radwegen...“
Auch Bezirksbürgermeister Ralf Kremer begrüßt, dass mit dem Hardterbroicher Markt mehr Leben in den Stadtteil kommt.
Der mit der Objektplanung beauftragte Architekt Burkhard Schrammen schließlich lobt noch einmal sein Team für seine Leistung in einem „Marathonlauf“ mit etlichen Hürden. Die größte Schwierigkeit, der Boden, sei inzwischen erledigt, verrät er. Was ihm auch ganz wichtig ist: „Dass das keine schnelle Nummer ist, der Bauherr das Gebäude behält und guckt, dass alles in Ordnung bleibt.“
Schulterschluss auch beim abschließenden Ritual der Grundsteinlegung: Eine Zeitkapsel mit den Bauplänen, einer tagesaktuellen Zeitung und den derzeit gültigen Münzen wird gemeinsam einbetoniert.