Haltestelle Nansenstraße ist jetzt barrierefrei Bequem in den Bus einsteigen

Kempen · Ein 18 cm hoher Bordstein sorgt für einen stufenlosen Einstieg in den Bus: Die Haltestelle Nansenstraße auf der Straelener Straße in Kempen wurde auf beiden Straßenseiten barrierefrei umgebaut.

Foto: Stadt Kempen / R. Braun

Für sehbehinderte Fahrgäste wurden sogenannte „taktile Leitelemente“ in den Boden integriert, die eine Orientierung mithilfe eines Taststocks ermöglichen. Die Wartefläche wurde vergrößert und eine Querungshilfe auf der Straelener Straße gebaut. Da die Haltestelle von den Schülerinnen und Schülern der anliegenden Schulen genutzt wird, sieht die Stadt Kempen hier eine wesentliche Verbesserung in Sachen Sicherheit.

Die ehemaligen Busbuchten wurden zu sogenannten Buscaps umgestaltet, sodass die Busse nun auf der Fahrbahn halten. Die neue Mittelinsel verhindert das Überholen stehender Busse. „Dies schützt ein- und aussteigende Fahrgäste sowie Fußgänger beim Überqueren der Straelener Straße effektiv, da das Unfallrisiko durch plötzliches Hervortreten hinter dem Bus minimiert wird“, teilt die Stadtverwaltung mit.

Auf einer Ausbaulänge von ca. 70 m wurden die Warteflächen der Bushaltestellen von 90 auf 200 qm mehr als verdoppelt. Im Gegenzug wurde die Asphaltfahrbahn verringert, um zusätzlichen Raum für neue Pflanz- und Baumbeete zu schaffen: „Fünf neue Bäume einschließlich einer artenreichen Unterpflanzung werden im kommenden Winter gepflanzt.“ Zudem wurde die Straßenbeleuchtung erneuert, die beiden vorhandenen Wartehallen saniert und neue Mülleimer aufgestellt.

Um Synergien optimal zu nutzen, wurde im Zuge der Baumaßnahme auch die Fahrbahndecke saniert. Die Arbeiten erstreckten sich von der Nansenstraße bis einschließlich des Kreuzungsbereichs Straelener Straße / Kerkener Straße. Hierzu wurde der vorhandene Asphalt ca. 4 bis 6 cm tief abgefräst und eine neue Asphaltdeckschicht auf einer Fläche von 2.700 qm eingebaut. Ergänzend dazu wurde der angrenzende Radweg auf einer Länge von 30 m erneuert.

Die Gesamtkosten betragen rund 410.000 Euro, anteilig hat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) davon etwa 120.000 Euro übernommen. Die Aufwendungen für Baum- und Bepflanzungen wurden mit ca. 48.000 Euro durch das KfW -Förderprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ gefördert.