Damit fungieren sie künftig als ausgewiesene Schutzorte für Kinder und Jugendliche, die in einer schwierigen oder unsicheren Situation Unterstützung benötigen. Initiiert wurde das Projekt „gemeinsamSICHER“ im vergangenen Jahr vom Kreis Viersen. Ziel ist es, ein möglichst dichtes Netzwerk an Anlaufstellen zu schaffen, an die sich Kinder und Jugendliche im öffentlichen Raum wenden können, wenn sie Hilfe brauchen – etwa wenn sie sich verlaufen haben, sich bedroht fühlen, hingefallen sind oder den Bus verpasst haben. Zu den neuen Schutzorten gehören die vier städtischen Kitas in Nettetal. Sie tragen künftig gut sichtbar das Logo „Dein Schutzort“ und signalisieren damit: Hier finden Kinder und Jugendliche schnelle und unkomplizierte Hilfe durch Erwachsene. Neben unmittelbarer Unterstützung können die Einrichtungen bei Bedarf auch auf weiterführende Hilfsangebote verweisen. Um die Teilnahme der Nettetaler Kitas an dem Projekt hat sich insbesondere Daniela Bäumges, Leiterin der städtischen Kita Spatzennest in Hinsbeck, bemüht. Sie koordinierte die Aufnahme der Einrichtungen in das Netzwerk.
Schutzorte sind vor allem öffentliche Einrichtungen in belebten Bereichen, die häufig von Kindern und Jugendlichen aufgesucht werden. Dazu gehören beispielsweise Schulen, Jugendzentren, Bibliotheken, Arztpraxen, Banken, Vereine oder auch Kindertageseinrichtungen. Die teilnehmenden Einrichtungen erhalten Informationsmaterialien, Handlungsleitfäden sowie Schulungsangebote im Bereich psychosozialer Unterstützung. Neben der Einrichtung von Schutzorten umfasst das Projekt auch Aufklärungsarbeit in Schulen und Jugendzentren. Kinder und Jugendliche sollen lernen, wie sie in schwierigen Situationen handeln können und welche Hilfesysteme es gibt.ie Stadt Nettetal begrüßt die Initiative des Kreises Viersen ausdrücklich. Mit der Beteiligung der städtischen Kitas wird das Netzwerk an Schutzorten weiter gestärkt und ein zusätzlicher Beitrag zu mehr Sicherheit und Unterstützung für Kinder und Jugendliche im Stadtgebiet geleistet.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es beim Netzwerk „Gesunde Kommune“ im Gesundheitsamt des Kreises Viersen unter www.gesundekommune-kreis-viersen.de.