Während viele Vorgärten noch immer von kurz geschnittenem Rasen oder versiegelten Flächen mit Kies und Unkrautfolie geprägt sind, bot sich auch Sabine Drabbens Vorgarten beim Hauskauf vor zwei Jahren als wenig naturnah dar. Umso bemerkenswerter ist die Verwandlung in einen lebendigen, insektenfreundlichen Lebensraum.
Durch die vielfältige, heimische Bepflanzung entsteht nicht nur ein wertvoller Rückzugsort für Insekten, sondern auch ein spürbar angenehmeres Mikroklima. Die dichte Vegetation trägt zur Senkung der Umgebungstemperatur bei, bindet CO₂ und verbessert die Luftqualität. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf einem nachhaltigen Wassermanagement. Es wurden trockenresistente und hitzebeständige Stauden gepflanzt, die mit einer Mulchschicht aus gehäckseltem Grünschnitt bedeckt sind. Diese schützt den Boden vor Austrocknung, speichert Feuchtigkeit länger und hilft, Starkregen besser aufzunehmen. Die sorgfältig ausgewählten Pflanzen bieten ein breites Angebot an Nahrung, Nektar und Brutplätzen für zahlreiche Insektenarten. Gegossen wird ressourcenschonend mit gesammeltem Regenwasser.
Sabine Drabbens Vorgarten zeigt eindrucksvoll, wie bereits das Engagement einer einzelnen Person einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der heimischen Insektenwelt leisten kann.