Die Buchvorstellung von „Vaterland“ findet am Freitag, 20. März, um 20 Uhr in der Paul-Weyers-Schule, Mühlenberg 1, Dülken (Aula, Erdgeschoss) statt. Gestaltet wird sie von Musiker und Chorleiter Rolf Dollase und Autor Patrick Findeis. Anstelle eines Eintritts wird um eine Hutspende gebeten. Veranstalter ist das Dülkener Büchereck, Günter Doetsch (Moselstraße 8, in Dülken).
Zum Buch „Vaterland“: Nach einer Krebsdiagnose begibt sich der Erzähler auf eine Reise durch Zeit und Raum. Weit über das eigene Erinnern hinaus spürt er seiner Familiengeschichte nach: in die feuchten, verwinkelten Gassen Quedlinburgs zur Zeit der Weimarer Republik, wo die Mutter – ahnungslos – einer glücklichen Zukunft entgegen hofft, und nach Dülken, in die weiten Landschaften des Niederrheins, wo der Vater, früh vom „Nazivirus“ infiziert, Krieg spielt, der ihn später zum Krüppel machen wird.
Der Roman von Dieter Bongartz verwebt persönliche Schicksale mit der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts und zeigt eindringlich die Auswirkungen von Gewalt und Totalitarismus auf eine Familie über mehrere Generationen hinweg. In einem poetischen Sog entfaltet sich eine große Erzählung von Träumen und Hoffnungen, von Verlust, Scham und Verdrängung. Im Spiel mit Dialekten, Binnenreimen und Schüttelreimen schafft Bongartz ein sprachliches Monument, in dem Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft zugleich aufgehoben sind.
Dieter Bongartz wurde 1951 in Dülken geboren, seit 1980 arbeitete er als Autor und Filmemacher in Köln. Neben Erzählungen und Romanen veröffentlichte Bongartz auch Gedichte und Sachbücher. Seit den 1980er-Jahren drehte er eine Reihe von längeren Dokumentarfilmen. Anfang der 1990er begann er, Drehbücher für Fernseh- und Kinofilme zu schreiben. Viermal wurden Filme von Dieter Bongartz für den renommierten Grimme-Preis nominiert. Mehrfach wurden auch die literarischen Arbeiten von Bongartz ausgezeichnet.