Notunterkunft Buschstraße in Kaldenkirchen Umwidmung der Notunterkunft

Nettetal · Mehrheitlich hat der Nettetaler Haupt- und Finanzausschuss beschlossen, die Notunterkunft Buschstraße in Kaldenkirchen in eine dauerhafte Unterkunft für geflüchtete Menschen umzuwidmen.

Foto: Stadt Nettetal

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Der NettteBetrieb wird beauftragt, hierfür zeitnah die notwendigen Maßnahmen für Sanitäres und Küche durchzuführen. Hier stehen 300.000 Euro Planungskosten im Wirtschaftsplan, die nun genehmigt wurden. Der Erste Beigeordnete Andreas Rudolph sprach im Ausschuss von einem „Erfolgsmodell Buschstraße“. Andreas Rudolph machte deutlich, dass die Umwidmung den Zielen der Stadt Nettetal entspricht, Flüchtlings-Unterkünfte im eigenen Bestand vorzuhalten. So sollen für die ehemalige Hauptschule 81 Plätze bereitstehen. Mit der geplanten Inbetriebnahme des Neubaus in Breyell ab Mitte 2027 werde die Kapazität um rund 70 weitere Plätze erhöht. Im Zuge dieses Prozesses will die Stadt, so Andreas Rudolph, innerhalb der nächsten fünf Jahre rund 500 Unterbringungsplätze im Eigenbestand anbieten können und sich unabhängig machen von angemieteten Immobilien. Das entspricht der politischen Beschlusslage des Stadtrates.

Bis auf die FDP betonten alle Fraktionen im Haupt- und Finanzausschuss in Zeiten einer angespannten Haushaltslage das Argument, dass mit der Umwidmung Buschstraße ab 2028 jährliche Kosten in Höhe von rund 400.000 Euro eingespart werden können. Die Verwaltung hatte zuvor mehrfach darauf hingewiesen, den Handlungsspielraum bei den Betriebskosten der Unterkunft zu nutzen, um die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit wiederherzustellen. Ebenso überzeugte die Politik der soziale Faktor der Integration Geflüchteter in Verbindung mit mehr Lebensqualität für diese Menschen. Ferner könne durch den Aufbau einer eigenen Küchen-Infrastruktur das Catering wegfallen. Die Politik bedankte sich neben Sozialamt sowie benachbarten Kitas und Schulen auch bei der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe, was im Paket dazu beigetragen habe, dass Kaldenkirchen sich trotz anfänglicher Bedenken zum Erfolgsmodell entwickelt hat.