Der Nettetaler Stadtrat hat die Einführung mobiler Geschwindigkeitsüberwachungen im Rahmen einer interkommunalen Vereinbarung beschlossen. Die Stadt will damit für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sowie bei den Autofahrern auf die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sorgen. Seit 2024 dürfen sich benachbarte Kommunen mit gemeinsam mehr als 50.000 Einwohnern zusammentun mit dem Ziel, den fließenden Verkehr zu kontrollieren und Verstöße mit Bußgeldern zu ahnden. Die Gemeinde Brüggen mit 16.200 Einwohnern hat Bereitschaft signalisiert, mit der 43.000-Einwohner-Stadt Nettetal einen solchen Verbund zu etablieren.
„Konkret sieht die Kooperation so aus, dass wir eine gebietsübergreifende Bußgeldstelle einrichten und alle Ordnungswidrigkeitsverfahren im Bereich der Geschwindigkeitsüberwachung sowohl für Brüggen als auch für Nettetal durchführen“, erläuterte der Erste Beigeordnete Andreas Rudolph im Ausschuss für Öffentliche Sicherheit, Ordnung und Rettungswesen das Konzept. Um diese neue Aufgabe der Stadtverwaltung zu bewältigen, müssen der Kommunale Ordnungsdienst sowie der Innendienst jeweils um eine Vollzeitstelle aufgestockt werden sowie ein mobiles Messgerät „Enforcement-Trailer“ und ein entsprechendes Zugfahrzeug erworben werden. Bürgermeister Christian Küsters betonte im Rat, dass es nicht um das Abkassieren der Autofahrer geht. Vielmehr wolle die Stadt das neue Instrument flexibel dort einzusetzen, wo sich die Bürgerinnen und Bürger über Raserei und Gefahrstellen im Straßenverkehr beklagen.