Die große Werkschau „Zwischen“ präsentiert bis zum 1. März Arbeiten der Künstlerinnen Sonja Kreutzer und Stephanie Hermes, die sich in unterschiedlichen Ansätzen mit dem Thema Holz befassen. Im Dachgeschoss zeigt der Mönchengladbacher Multimedia-Künstler Kai Welf Hoyme bis 14. Februar seine Ausstellung „Call & Response“.
Sonja Kreutzer und Stephanie Hermes sind in Viersen keine Unbekannten. 2024 stellten sie beim Projekt „Crossroads“ in der Grabeskirche St. Joseph aus.
Stephanie Hermes (Jahrgang 1957) arbeitete als ausgebildete Maskenbildnerin unter anderem am Düsseldorfer Schauspielhaus und studierte italienischen Maskenbau in Padua. Seit 1998 wirkt sie als Bildhauerin und beschäftigt sich intensiv mit den Materialien Holz, Wachs, Stein und Bronze. Ihre Holzobjekte zum Thema Fragilität leben vom Spiel zwischen Licht und Schatten.
Sonja Kreutzer (Jahrgang 1975) ist ausgebildete Baumschulmeisterin. Seit 2015 ist sie als freie Künstlerin tätig. Ihre Kunst wurzelt in der Leidenschaft für Bäume und deren Wachstum. In riesigen Baumscheiben arbeitet sie die Jahresringe aus und hebt sie hervor. Verfremdungen fordern zur Auseinandersetzung mit dem Objekt auf und schaffen so eine Verbindung zwischen Mensch und Natur.
Beide Künstlerinnen leben und arbeiten in Korschenbroich. Ihre gemeinsame Ausstellung zeigt die große Bandbreite ihrer Kunst. Ein Raum bietet speziell Erfahrungen für Menschen mit Sehbehinderung.
Zur Eröffnung am Sonntag, 18. Januar, um 11 Uhr begrüßt Viersens Bürgermeister Christoph Hopp, die Kunsthistorikerin Sigrid Blomen-Radermacher führt in die Ausstellung ein. Musikalisch begleitet die Sopranistin Katharina Gläsmann die Veranstaltung.
Erläuterungen zur Ausstellung gibt es beim Kunst-Imbiss, der Kurzführung in der Mittagszeit, am Dienstag, 3. Februar, um 13 Uhr. Beim „Kunstklatsch“ am Dienstag, 10. Februar, um 15:30 Uhr, klingt der Ausstellungsrundgang bei Kaffee und Kuchen aus. Gemeinsam mit Stephanie Hermes und Sonja Kreutzer lässt sich die Ausstellung erleben bei der Finissage mit Künstlerinnengespräch am Sonntag, 1. März, um 15 Uhr.
Ebenfalls ab Sonntag, 18. Januar, beginnt im Dachgeschoss der Galerie die Schau „Call & Response“ mit Arbeiten des Mönchengladbacher Multimedia-Künstler Kai Welf Hoyme. Darin bezieht er sich auf Texte des amerikanischen Schriftstellers Herman Melville. Dessen Roman „Moby Dick“ zählt zu den bedeutendsten Werken der US-amerikanischen Literatur. Hoyme tritt außerdem mit dem japanischen Lyriker Matsuo Bashō in einen imaginären Dialog. Bashō ist der bedeutendste Vertreter der japanischen Versform Haiku.
Die bis zum 14. Februar dauernde Präsentation zeigt aktuelle Siebdruck-Arbeiten Hoymes, Text-Objekte, Fotogramme, Projektionen und eine Audio-Installation. Die Werke spiegeln die Wechselbeziehungen von Menschen und Natur wider und zeigen deren Zerbrechlichkeit auf.
Kai Welf Hoyme (Jahrgang 1979) studierte an der Kunsthochschule für Medien Köln und der Ruhr-Universität Bochum. Seit 2003 stellt er international aus. In seiner Arbeit in verschiedenen künstlerischen Medien wie Bild, Klang und Bewegung spielt die Performance eine zentrale Rolle.
Der Eintritt in die Galerie ist frei. Infos unter 02162 101-160, galerie@viersen.de